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Stadt Hannover Der Maschinenbau-Campus in Garbsen wächst
Aus der Region Stadt Hannover Der Maschinenbau-Campus in Garbsen wächst
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00:17 26.05.2017
Von Juliane Kaune
Noch nicht jedes Dach ist zum Richtfest fertig geworden: Die Arbeiten an den acht Uni-Neubauten in Garbsen liegen dennoch im Zeitplan. Quelle: Dillenberg
Hannover

Imposant sieht es aus, wie die massiven Betonpfeiler in den blauen Himmel ragen. Noch fehlt dem Rohbau, in dem sich rund 500 Gäste versammelt haben, das Dach. Richtfest kann trotzdem gefeiert werden. Denn das unfertige Haus ist nur eines von acht Gebäuden, die auf dem Maschinenbau-Campus der Leibniz-Uni in Garbsen entstehen. Zwei der Bauten sind bereits vollständig bedacht. Bis zum Jahresende sollen die restlichen Rohbauten fertig werden.

Die Arbeiten für das landesweit derzeit größte Projekt im Hochschulbau, das vor anderthalb Jahren begonnen wurde, liegen gut im Zeitplan. „Wir sind auf der Zielgeraden“ – so formulierte es Uni-Präsident Prof. Volker Epping gestern bei der Feierstunde. Bis zum Herbst 2019 will die Uni alle 18 Institute ihrer Fakultät für Maschinenbau am Standort in Garbsen konzentrieren. Das lassen sich Land und Bund 149 Millionen Euro kosten. Mit gutem Grund, wie Andrea Hoops, Staatssekretärin im Wissenschaftsministerium, deutlich machte: „Hier wird auf internationalem Spitzenniveau geforscht und hochqualifizierter Nachwuchs ausgebildet.“ Die Maschinenbauingenieure der Leibniz-Uni zählen mit rund 36 Millionen Euro eingeworbenem Forschungsgeld pro Jahr zu den drittmittelstärksten Fakultäten bundesweit.

Dazu tragen vor allem die sieben auf Produktionstechnik spezialisierten Institute bei, die bereits seit 2004 im Produktionstechnischen Zentrum (PZH) in Garbsen vereint sind – genau gegenüber des neun Hektar großen neuen Campus. Die anderen elf Institute sind derzeit noch in der hannoverschen Nordstadt verstreut.

In den Neubauten, die eine Nutzfläche von rund 21 000 Quadratmetern haben, soll nicht nur geforscht werden. Zum Ensemble gehört auch ein Seminar- und Kommunikationsgebäude für die Studenten, ein Hörsaalgebäude sowie eine Mensa. Eine Campuswiese ist geplant und eine Plaza, die das PZH mit dem neuen Komplex verbinden wird. Auch eine Erweiterungsfläche für Studentenwohnheim und Kita gibt es schon.

5300 Studenten und Beschäftigten werden vom Wintersemester 2019/20 an in Garbsen lernen und arbeiten. Die Studentenzahl ist stetig gestiegen. „Sie hat sich verdoppelt“, erklärte Dekan Prof. Jörg Wallaschek. Waren es 2004 noch 2000 angehende Maschinenbauer, sind es heute rund 4000. Und schon jetzt ist klar, dass die Hörsäle in Garbsen nicht für große Erstsemestervorlesungen mit bis zu 700 Teilnehmern ausgelegt sind – dann müssen die Studienstarter bis auf Weiteres nach Hannover pendeln.  

  

Shuttlebus statt Stadtbahn

Einen eigenen Stadtbahnanschluss wird der Campus in Garbsen mittelfristig nicht bekommen. Die Region sorge aber für eine gute Anbindung an die bestehende Stadtbahnstrecke, verspricht Regionswirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz. Geplant ist ein Shuttle der Regiobus, der dem Bahntakt angepasst ist. Die Kosten „im sechsstelligen Bereich“ trägt die Region. Auch wie ein Shuttle in Zukunft funktionieren könnte, lässt die Region prüfen. Bei der EU beantragt sie in diesen Tagen ein Forschungsprojekt zu autonomen Shuttle-Bussen. Die Leibniz-Uni ist an dem eine Million Euro teuren Vorhaben beteiligt. Franz rechnet mit einer Dauer von drei Jahren.

Deutlich schneller muss es gehen, die Straße An der Universität umzubauen, über die der neue Campus mit dem PZH verbunden werden soll. Laut Bürgermeister Christian Grahl hat die Stadt Garbsen 3 Millionen Euro eingeplant. Das Land aber gebe die versprochenen weiteren 1,8 Millionen Euro nicht frei. „Diesen Sommer muss es losgehen“. jk

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