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Stadt Hannover Deutlich mehr Autodiebstähle in Hannover
Aus der Region Stadt Hannover Deutlich mehr Autodiebstähle in Hannover
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11:11 11.10.2016
Quelle: dpa (Symbolfoto)
Hannover

In Niedersachsen ist die Zahl der Autodiebstähle im vergangenen Jahr um fast 18 Prozent gestiegen. In keinem anderen Bundesland gab es eine derart hohe Zunahme, wie eine Sprecherin des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag in Berlin mitteilte. Insgesamt seien in Niedersachsen 1795 versicherte Pkw entwendet worden, im Jahr zuvor waren es noch 1526. „Bundesweit verschwanden fast 19 000 Autos, das waren etwa 4 Prozent mehr als im Vorjahr“, sagte GDV-Sprecherin Kathrin Jarosch. „Ungefähr alle dreißig Minuten wird in Deutschland ein Auto entwendet.“  

Starker Anstieg in Hannover

Allein in Hannover wurden 281 Wagen gestohlen. Das waren deutlich mehr als ein Jahr zuvor. 2014 verschwanden dort 164 Fahrzeuge. Dabei stieg die Diebstahlrate in der Landeshauptstadt von 1,0 auf 1,6. Statistisch gesehen wurden damit 1,6 von 1000 versicherten Wagen gestohlen. Die landesweite Diebstahlrate stieg von 0,4 auf 0,5 und lag damit im Bundesdurchschnitt.  

In Bremen wurden 133 Fahrzeuge gestohlen, nur 3 mehr als ein Jahr zuvor. Die Schadenssumme stieg jedoch um rund 500.000 Euro auf mehr als 2,1 Millionen. „Die Diebe haben in der Hansestadt deutlich teurere Autos als 2014 geklaut“, erklärte Jarosch die Zunahme. 

Spitzenreiter blieb Berlin mit 3,5 Diebstählen pro 1000 Pkw. Dort wurden 3223 Fahrzeuge gestohlen, 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In einigen Bundesländern sank die Zahl der Diebstähle, so etwa in Schleswig-Holstein. In Bremen blieb die Rate bei 0,6. 

Weil der durchschnittliche Schaden in Niedersachsen um mehr als 5 Prozent auf 13.200 Euro gewachsen ist, stiegen die Zahlungen laut GDV sogar um 24 Prozent auf fast 23,7 Millionen Euro. Bundesweit entstand den Versicherern im vergangenen Jahr in dem Bereich ein Schaden von 291 Millionen Euro. Besonders beliebt bei Dieben waren teure Geländewagen. In der Statistik sind keine Wagen berücksichtigt, die von der Polizei wiedergefunden wurden.  

„Die Entwicklung lässt auf einen Verdrängungseffekt aufgrund des gestiegenen polizeilichen Kontrolldrucks zur Bekämpfung der Kfz-Kriminalität in den ostdeutschen Ländern schließen“, heißt es im Bundeslagebild Kfz-Kriminalität 2015 des Bundeskriminalamtes (BKA). „Im Gegensatz dazu sind in den im Landesinneren gelegenen und, gemessen an der Belastungszahl, geringer belasteten Ländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Fallzahlen gestiegen.“  

Absatzmärkte der Organisierten Kfz-Kriminalität sind laut BKA vor allem Osteuropa sowie der Nahe und Mittlere Osten. Auch nach Westafrika werden Fahrzeuge verschoben. Erkenntnisse der Polizei wiesen darauf hin, dass Tätergruppierungen zunehmend im gesamten Bundesgebiet sowie auch in anderen europäischen Staaten tätig werden.

lni/sag

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