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Stadt Hannover KGB Hannover schießt sie alle weg
Aus der Region Stadt Hannover KGB Hannover schießt sie alle weg
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11:56 19.12.2014
Konzentriert: Die Tischfußballer von KGB Hannover beim Training. Quelle: dpa
Hannover

Die Elite des Tischfußballs trifft sich in einer alten Gummiwaren-Fabrik in Hannover. Das Licht ist gedämmt, die Tische heißen "Leonard" oder "Ulrich". Kaum jemand hier registriert, was im Raum passiert, die Blicke richten sich gespannt auf die flotten Duelle an den Kickertischen. Jede Unkonzentriertheit wird mit einem Gegentor bestraft. Denn einige der Tischfußballer in Hannover gehören zu den Besten ihrer Zunft. Im Bundesleistungszentrum des Deutschen Tischfußball-Bundes (DTFB) kickern Rekordmeister, Weltmeister und Champions-League-Sieger.

Man habe in Hannover etwas aufgebaut, was sich zeigen lassen kann, sagt Jan-Christoph Michalik. Der 38-Jährige hat die Krökelgemeinschaft Badenstedt (KGB) aufgebaut, die im Bundesleistungszentrum in Hannover zu Hause ist. Neben regelmäßigen Turnieren mit den besten Tischfußballern der Republik finden hier die Bundesliga-Heimspiele des Clubs statt. Seit der Gründung der Eliteklasse 1978 hat der Verein sieben Meistertitel geholt - so viele wie kein anderer. 2014 gelang der KGB das vierte Meisterstück in Serie. Was ist das Erfolgsrezept? "Wir sind einfach gut", sagt Michalik und grinst. "Wir sind nah am Spieler und versuchen ihnen das zu geben, was sie brauchen. Das ist eine unserer Stärken."

Vedasco ist der weltbeste Junioren-Spieler

Davon profitieren Spieler wie Marvin Vedasco. Marvin spielt erst seit drei Jahren, ist 16 Jahre alt und der beste Junioren-Spieler der Erde. Wenn Marvin am Tisch Spielzüge einübt, frag man sich zunächst, warum er ohne Ball trainiert. Die kleine Kugel bewegt sich so schnell zwischen den Figuren, dass das ungeübte Auge ihr kaum Folgen kann. "Ich bin immer dran geblieben. Und wenn du dreimal die Woche für drei bis vier Stunden trainierst, dann kann man auch Weltmeister werden", sagt er. Im französischen Nantes setzte sich der 16-Jährige vor einigen Monaten die WM-Krone auf, im italienischen Turin will er sie 2015 verteidigen.

Der Schüler ist eines der größten Tischfußball-Talente weltweit. Etwas überraschend ist, dass er sich "kaum für den echten Fußball" interessiert, wie er sagt. Kickern habe nicht viel mit der beliebten Ballsportart gemein. Das findet auch der KGB-Vorsitzende Frank Dörrie. "Jeder kann es ausüben, man braucht keine körperliche Fitness, wie im Fußball. Vorteile hat man eher, wenn man mal Tischtennis gespielt hat", sagt er. Neben seiner Aufgabe im Verein führt Dörrie seit einigen Jahren die Eventagentur kickerprofis. Deutschlandweit organisiert das niedersächsische Unternehmen Kickerturniere und "bietet alles im Bereich Tischfußball", wie es auf der Internetseite heißt.

Auch schon bei „Schlag den Raab“ gewesen

Dörries 6,82 Meter langer Riesenkicker schaffte es schon in die TV-Show "Schlag den Raab". Auch "Leonard" und "Ulrich", an denen in Hannover unter anderem gekickert wird, wurden von seiner Agentur organisiert. Insgesamt stehen zwölf Tische im Bundesleistungszentrum, an denen jedes Jahr zahlreiche Turniere ausgetragen werden. Dabei können zum Beispiel Punkte für die deutsche Rangliste gesammelt werden. Die besten 24 Teams aus ganz Deutschland kämpfen an zwei Wochenenden im Jahr in Bonn um den Bundesliga-Titel.

Um auch dort irgendwann zu triumphieren, will Marvin weiterhin fleißig trainieren. Noch verzweifelt er regelmäßig an Vereinskollege Ruben Heinrich. Der 33-Jährige ist Nationalspieler, mehrfacher deutscher Meister und Champions-League-Sieger mit der KGB. "Das wird noch etwas Zeit brauchen, um sein Niveau zu erreichen", sagt Marvin. Schließlich seien in Hannover die Besten an den Tischen.

dpa

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