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Stadt Hannover Dinieren in der Kestnergesellschaft
Aus der Region Stadt Hannover Dinieren in der Kestnergesellschaft
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00:16 15.02.2017
Das Dîner des Beaux Arts in der Kestnergesellschaft. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Das Muster einer edlen Damengarderobe. Ein (mutmaßlich) chinesisches Schriftzeichen. Eine niedliches Hundegesicht. Zwei Leute im Gespräch. Ineinanderlaufende Farben. Lauter Kunst. Kleine Kunst diesmal, von Laien geschaffen, aber Kunst: In der Kestnergesellschaft Hannover fand am Sonnabend das traditionelle Dîner des Beaux Arts des Förderkreises der Kestnergesellschaft statt, und da wurde nicht nur getafelt, es wurde auch gemalt. Auf jedem Tisch gab es Tusche und Papier, und so entstand unter den Händen der rund 120 Gäste eine Vielzahl kleiner Werke, die am Ende die Saalwand schmückten. Ganz im Sinne des Stargastes des Abends, das Mailänder Künstlers Alberto Garutti, dem eines wichtig ist: Der Rezipient soll nicht bloß Betrachter sein.

Im Kunstverein Kestnergesellschaft kann man Mitglied werden, und wenn man seine Steuern bezahlt hat und noch was übrigbleibt, kann man darüber hinaus Mitglied des Förderkreises werden. Dafür gibt es – neben dem guten Gewissen, etwas für die Kestner- und für die gesamte Gesellschaft getan zu haben – exklusive Führungen und Exkursionen. Und das Dîner. „Ein Familienabend“, nannte es der Kestner-Vorsitzende Uwe H. Reuter.

Ein Abend für alle also, die in der Stadt einen Namen als Kunstliebhaber haben, von Vivica Bree bis zur Musikkoryphäe Andor Izsák, von Kulturdezernent Harald Härke bis zu den Grandseigneurs der Verlagsgesellschaft Madsack, Wilhelm Sandmann und Friedhelm Haak (Madsack fördert Kestner). Und, nicht zu vergessen, Ursula Sandmann, die umtriebige „Ulla“, wie alle sagen, eine der Hauptorganisatorinnen des Abends. Auch Carl Haenlein, der langjährige Direktor, hatte es sich nicht nehmen lassen zu kommen. Er sei „glücklich“ – das Wort wiederholte er zweimal – dass in seinem früheren Haus eine so gute Stimmung herrsche. „Das ist das beste Kapital.“

Alberto Garutti hatte sich bereits zum 100. Kestner-Geburtstag in Hannover verewigt, mit einer blauen Fläche auf der Niedersachsen-Seite der HAZ vom 3. September, auf der der Satz stand: „dieses Werk ist jedem gewidmet, der jetzt den Blick nach oben richtet und schaut“. Das beinhaltet die Grundprinzipien des Künstlers: Seine Arbeiten drängen sich nicht auf, man muss sie erst entdecken, in diesem Fall „zwischen Politik und Wirtschaft und anderen Dramen“, wie er am Sonnabend sagte. Und: Man nimmt sie wahr und es verändert einen. Man tut was. „Der Leser wird selbst zum Performer.“

Das wurden tatsächlich viele, die der Aufforderung folgten, ihre Zeitungsexemplare mit der Garutti-Seite in die Kestnergesellschaft zu bringen. Dort sind die Blätter jetzt in einer Installation auf Tischen angeordnet. „All diese Menschen wurden dadurch zu einer Gemeinschaft“, sagte Kestner-Direktorin Christina Végh. Und mit Gemeinschaft kennt man sich bei den Kestners aus.

von Bert Strebe

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