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Stadt Hannover Diese neue Umwelt-App kostet die Stadt 50.000 Euro
Aus der Region Stadt Hannover Diese neue Umwelt-App kostet die Stadt 50.000 Euro
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00:17 26.05.2017
Von Simon Benne
Bio, regional, vegan: Die „Klimaheldin“ shoppt auf dem Bauernmarkt.  Quelle: Villegas
Hannover

Es ist so leicht, ein Held zu sein. Man muss dafür heute keine Mammuts mehr erwürgen oder Katzen vom Baum retten. „Man ist ein Klimaheld, wenn man anfängt, sich über sein Verhalten Gedanken zu machen“, sagt Heike Hanisch, Geschäftsführerin des Umweltzentrums Hannover.

Jeden Tag ein guter Tipp

Um anderen Menschen auf ihrem ganz persönlichen Weg zum Heldentum zu helfen, hat der Verein jetzt die App „KlimaHelden in der Region Hannover“ entwickelt, die für Android- und iOS-Geräte kostenlos zum Download bereitsteht.

Das Projekt ist in dieser Form bundesweit einmalig: Jeden Tag erhalten Nutzer eine Nachricht mit einem ökologisch-moralisch wertvollen Vorschlag: Tipps für einen Fahrradausflug oder vegetarische Rezepte können dabei sein. Oder der Hinweis, dass man Nudelwasser statt auf dem E-Herd ruhig auch mal mit dem Wasserkocher warm machen kann. Oder ein Tipp für einen Bummel über den Bauernmarkt am Fiedelerplatz in Döhren.

Die Marktbesucher guckten schon etwas sparsam, als eine Auszubildende des Umweltzentrums dort gestern shoppen ging: Ihr Kostüm als Klimaheldin erinnerte an die Burka-Bademode der Saison, dazu trug sie bei ihrer Promo-Tour einen pinkfarbenen Supergrobi-Umhang und einen Korb wie Mutter Beimer. So kaufte sie im Sinne des Tagestipps Gemüse - vegan, bio, regional und saisonal -, ehe sie klimaschonend nach Hause radelte. Helden werden eben auch hier geboren, zwischen Eichsfelder Mettwurst und Bärlauch-Frischkäse für 1,95 Euro.

Klimaschutz mit Spaß

„Wir wollen zeigen, wie viel Spaß Klimaschutz machen kann“, sagt Heike Hanisch. Nutzer, die Tipps der App fleißig umsetzen, können auf einem persönlichen Konto Klimapunkte sammeln. Bei einer bestimmten Zahl richtet die App dem Nutzer gute Wünsche aus. Oder ein Klimaheld fliegt übers Display. Zur Belohnung.

Rund 75 000 Euro hat die pädagogisch anspruchsvolle „Lifestyle-App“ gekostet, zwei Drittel davon hat die Region Hannover beigesteuert, die das ganze als sogenanntes Leuchtturmprojekt fördert. „Wenn wir binnen zwei Jahren 1500 bis 3000 Menschen erreichen, ist das für uns ein Erfolg“, sagt Heike Hanisch. „Wir haben die Hoffnung, dass es bei den Leuten klick macht.“

Info: Einen Informationsstand zur „KlimaHelden“-App gibt es am Sonntag von 12 bis 17 Uhr auf dem Opernplatz.

Die Arbeiten für das landesweit derzeit größte Projekt im Hochschulbau, das vor anderthalb Jahren begonnen wurde, liegen gut im Zeitplan. Gemeint ist der Maschinenbau-Campus in Garbsen. „Wir sind auf der Zielgeraden“ – so formulierte es Uni-Präsident Prof. Volker Epping am Dienstag bei der Feierstunde.

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