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Stadt Hannover Leichen sollen obduziert werden
Aus der Region Stadt Hannover Leichen sollen obduziert werden
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18:29 13.10.2016
Die Polizei untersuchte am Dienstag den Unfallort. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Nach dem Unglück am S-Bahnhof Karl-Wiechert-Allee, bei dem drei junge Menschen auf den Gleisen von einem Güterzug getötet wurden, hat die Polizei jetzt auch Gewissheit zur Identität des dritten Toten. Es ist ein 16-Jähriger, der wie die 20-jährige Frau und der 18-jährige Mann aus Lehrte stammt. Die Staatsanwaltschaft ordnete am Donnerstag die Obduktion der Leichname an, um Hinweise auf Alkohol- oder Drogenkonsum zu erhalten. Ein Suizid wird zwar noch immer nicht komplett ausgeschlossen. Die Polizei aber geht weiterhin eher von einem Unfall aus.

Dass dabei Alkohol im Spiel war, wird immer wahrscheinlicher. Am Donnerstag meldete sich ein Zeuge bei der HAZ, der möglicherweise zu den letzten Menschen gehört, die die drei jungen Erwachsenen lebend sahen. Er war mit der S-Bahn von Hannover gekommen und stieg gegen 22.15 Uhr an der Station Karl-Wiechert-Allee aus – eine knappe halbe Stunde vor dem Unglück. Dann ging er in den hinteren Teil des mittleren Bahnsteigs, um den Bahnhof mit dem Aufzug zu verlassen. „Da sind mir die drei aufgefallen, weil sie hinter dem Absperrgitter herumturnten“, sagt er. Erst habe er hingehen und sie zurechtweisen wollen, habe es dann aber gelassen, weil er davon ausging, dass die jungen Erwachsenen schon wüssten, was sie taten.

Deprimiert oder gar selbstmordgefährdet hätten sie nicht auf ihn gewirkt, sagt er, im Gegenteil: eher überdreht und aufgeputscht. „Die verhielten sich auf jeden Fall nicht normal“, sagt der Zeuge. Er will auch das Klirren von Gläsern oder Flaschen gehört haben. 

Auch ein anderer Zeuge hatte am Dienstag der Polizei gegenüber ausgesagt, dass die drei Alkohol getrunken haben sollen. Zudem hatten die ermittelnden Beamten nahe am Unglücksort auf dem Bahnsteig eine Tasche mit angebrochenen Wodka- und Whiskeyflaschen gefunden. Ob sie in direktem Zusammenhang mit dem Unglück stehen, wird derzeit im Labor untersucht.

Berichte, wonach das Gelände um den S-Bahnhof ein beliebter Verteilplatz für Drogen sein soll, bestätigte die Polizei nicht. „Wir haben keine Hinweise darauf, dass dort vermehrt Drogen verkauft werden“, sagt Sprecher Sören Zimbal. Auch die Suchthilfestelle Step sieht dort keine vermehrten Aktivitäten. „Wir beobachten das Gebiet zwar, aber von einer Drogenszene kann man hier nicht sprechen“, sagt Sprecherin Stephanie Schünemann.

Von Isabell Christian

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