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Stadt Hannover Drogen sind auf Schulhöfen weiter auf dem Vormarsch
Aus der Region Stadt Hannover Drogen sind auf Schulhöfen weiter auf dem Vormarsch
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19:09 23.01.2017
Von Tobias Morchner
„Unter Schülern ein großes Thema“: Die Zahl der Rauschgiftdelikte an Schulen ist gestiegen. Quelle: Symbolbild (dpa
Hannover

Es sei ein ständiges Auf und Ab, sagt Wilhelm Bredthauer. Seit mehr als 20 Jahren ist er Schulleiter - er weiß, wovon er spricht. „Im Augenblick läuft es bei uns sehr gut“, versichert der Leiter der Goetheschule. Seit Jahren habe es keine Vorfälle mit Drogen an seiner Schule gegeben. Doch Bredthauer ist da realistisch: „Jeder Pädagoge weiß, dass dieses Problem in periodischen Wellen wiederkehrt.“

Wenn er recht hat, könnte es bald wieder so weit sein. Bundesweit verzeichnen Landeskriminalämter einen Anstieg der Rauschgiftkriminalität an den Schulen. In Niedersachsen stieg die Zahl der Fälle auf 348 im Jahr 2015. Vier Jahre zuvor waren es nur 286 gewesen. In den meisten Fällen ging es dabei um Cannabis - um einen Joint auf dem Schulklo also oder um ein Tütchen mit Marihuana, das in der großen Pause den Besitzer wechselt.

In Hannover stellte die Polizei 2015 genau 71 Drogendelikte an Schulen fest - ein deutlicher Anstieg gegenüber 31 Delikten im Vorjahr. In den vergangenen Monaten zeichne sich zwar ein Rückgang ab, sagt Polizeisprecher Philipp Hasse - doch das könnte auch an verstärkten Kontrollen liegen. Oder daran, dass die Schulen im höchsten Maße sensibilisiert sind.

Auseinandersetzung mit Drogen ein großes Thema

„Wir achten ganz genau auf mögliche Verhaltensänderungen bei den Schülern“, sagt Katharina Badenhop, Leiterin der Tellkampschule: „Bei Anzeichen für Drogenkonsum würden wir sofort Kontakt zu den Eltern suchen.“ Viele Schulen setzen auf Prävention im Unterricht: „Wir tun das, auch wenn es keinen besonderen Anlass gibt“, sagt Peter Schütz, Schulleiter der IGS Linden.

Die Nachfrage der Schulen nach Präventionsberatung sei groß, sagt Kirsten Dehnhardt vom Suchthilfeträger Step. Die Sozialpädagogin gehört zu jenen Präventionsfachkräften, die Klassen besuchen und aufklären. „Die Auseinandersetzung mit Drogen ist unter Schülern ein großes Thema“, sagt sie: „Es ist wichtig, so früh wie möglich mit ihnen ins Gespräch zu kommen.“

Ein großes Problem liege darin, dass Schüler immer früher mit Drogen in Berührung kämen, sagt Gitta Franke-Zöllmer vom niedersächsischen Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE): Früher seien vor allem Schüler ab der achten Klasse gefährdet gewesen: „Inzwischen werden teils Zehn- bis Zwölfjährige von Drogenhändlern angesprochen.“ Auch Eltern jüngerer Kinder müssten daher aufmerksam sein. Die jüngsten Diskussionen um die Legalisierung von Cannabis hält sie für verheerend: „Das verharmlost die Droge nur.“

„Bei uns wurden die Dealer rausgeschmissen“

Auch bei Hannovers Schülern ist Drogenkonsum Gesprächsthema. „Ein Neuntklässler wurde mal erwischt, als er auf dem Schulklo Gras geraucht hat“, verrät Bismarckschüler Martin (18). Er kenne Mitschüler, die Gras rauchen: „Das machen sie aber eher privat – an der Schule bekommt man nicht so viel von Drogen mit.“ Mitschüler Torm (15) berichtet davon, dass im Unterricht ein Drogenabhängiger von seiner Sucht erzählt habe. „Das fand ich besser als die Präventionsveranstaltungen der Polizei.“ Mitschülerin Freya (17) erinnert sich: „Er hat auch von chemischen Drogen erzählt, das fand ich gruselig.“

Auch die Siebtklässler Laura (13), Kaya und Lilly (12) haben sich im Unterricht mit Drogen beschäftigt. Das Thema fanden sie interessant – Drogen selbst ausprobieren würden sie aber nicht. Waldorfschüler vom Maschsee berichten, bei ihnen sei Drogenkonsum weniger verbreitet. „Es gab mal Dealer an der Schule, die wurden rausgeworfen“, sagt etwa der 17-jährige Simeon.

Eigentlich ist das Rückspiel des Niedersachsen-Zweitligaderbys für den 16. April angesetzt - am Ostersonntag. Da die 96-Partie gegen Braunschweig als Hochrisikospiel eingestuft wird, braucht die Polizei mehr Personal. Deshalb hat die Polizei bei der DFL die Verlegung des Spiels auf Gründonnerstag angeregt.

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