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Stadt Hannover Zensuren – oder doch lieber Lernberichte?
Aus der Region Stadt Hannover Zensuren – oder doch lieber Lernberichte?
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00:16 29.01.2017
Von Saskia Döhner
Am Freitag gibt es Zeugnisse. Quelle: dpa
Hannover

Freitag gibt es Halbjahreszeugnisse. Viele Kinder bekommen ein Blatt, auf dem Noten als Ziffern stehen: 1 heißt „sehr gut“, 6 meint „ungenügend“. Andere Kinder erhalten zehn, zwölf DIN-A-4-Seiten, auf denen für jedes Fach die jeweilige Lernentwicklung beschrieben wird, und das positiv, mit dem Blick für die Stärken des Schülers.Was ist klarer? Was können Schüler und Eltern besser verstehen?

Jede Seite hat Fürsprecher und Gegner. Bärbel Rudolph, Leiterin der Johanna-Friesen-Schule in der List, ist ganz klar für Zahlennoten ab Klasse 3. Auch wenn es jetzt für Grundschulen möglich ist, auf Noten zu verzichten und stattdessen Entwicklungsberichte zu schreiben - nicht nur in den ersten beiden Jahrgängen, sondern auch später: „Noten in Ziffern sind klar, einfach und verständlich.“ Zudem sei es gut, wenn Kinder sich bereits daran gewöhnten, denn an vielen weiterführenden Schulen gebe es sie dann ohnehin. Auch viele Eltern bevorzugten Zensuren gegenüber langatmigen Berichten.

Auch Martin Thunich von der Wilhelm-Raabe-Schule findet Zensuren klarer: „Durch vielseitige Lernberichte blickt doch keiner durch, man muss sie interpretieren, aber die wenigsten Elternhäuser sind pädagogisch geschult.“

Rainer Kamphus von der Integrierten Gesamtschule (IGS) Bothfeld dagegen ist überzeugter Lernberichts-Fan. Auch Zensuren seien nicht eindeutig, meint er: „Ein Schüler kann fast eine 1 haben, ein anderer erreicht gerade noch ein ,gut‘, aber bei beiden steht auf dem Zeugnis 2.“ Wer sich von Noten verabschiede, nehme den Kindern den Leistungsdruck, in Lernberichten ließen sich Fortschritte besser dokumentieren. Michael Bax von der Leonore-Goldschmidt-Schule meint, wichtiger als Noten oder Lernberichte sei der regelmäßige Austausch zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Ein zehnminütiges Gespräch pro Jahr reiche nicht.

Nur ein Zwischenstand

Wenn ein Schüler zwischen zwei Noten steht, neigen manche Pädagogen zum Halbjahreswechsel dazu, die schlechtere Note zu geben, um wachzurütteln. Thunich kann das nicht verstehen: „Schlechte Noten sind kein Ansporn, sie demotivieren.“ Das bestätigt auch Olivia Zakrezwski vom Landesschülerrat: „Schüler bemühen sich eher im zweiten Halbjahr, die gute Note zu halten.“

Thunich warnt davor, zu viel Druck auf die Kinder auszuüben, sollte das Halbjahreszeugnis schlecht ausgefallen sein. „Es bildet nur einen Zwischenstand ab. Beim Fußball kann man Halbjahresmeister sein, das sagt aber noch nichts darüber aus, ob man es in die Champions League schafft oder absteigt. Aber man bekommt vielleicht Tipps, wie man den Klassenerhalt schaffen kann.“

Er hatte sich noch etwas vorgenommen. Ein zweites Buch, das war ihm wichtig. Das wird es nun nicht mehr geben. Rainer Feuchter, Gymnasiallehrer, Gastronom und Hotelier, der über viele Jahre zu Hannovers Spitzenköchen gehörte, ist mit 67 Jahren in einem Krankenhaus in der Nähe von Frankfurt gestorben.

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