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Stadt Hannover Die Edelboutique Donna schließt
Aus der Region Stadt Hannover Die Edelboutique Donna schließt
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00:17 24.08.2017
Von Conrad von Meding
Betreiberin Mirela Stanoiu will neue Ladenkonzepte probieren.  Quelle: HAZ-Archiv/Schaarschmidt
Hannover

Es gibt zwischen Berlin und Hamburg nur einen Ort, an dem Damenmode von Gucci, Prada oder Valentino verkauft werden darf: Das Geschäft Donna an der Georgstraße gegenüber der Oper hat den Exklusivvertrag für die Luxusmarken. In 29 Jahren hat sich die Modeunternehmerin Mirela Staniou einen Ruf weit über Hannovers Grenzen hinweg aufgebaut. Doch im 30. Jahr (und im 15. Jahr am Standort) wird Donna schließen: Das 750-Quadratmeter-Geschäft an der Georgstraße hat keine Zukunft. „Ich habe viele Varianten überlegt, wie es weitergehen kann – jetzt bin ich froh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe“, sagt die 52-Jährige.

Ursachen gibt es offenbar mehrere. Gegenüber der Zeitschrift Textilwirtschaft nannte Stanoiu kürzlich die steigende Miete in dem Geschäftshaus als Grund. Tatsächlich läuft ihr Vertrag aus, wie der Vermieter bestätigt, und nach Jahren mäßiger Steigerung müsse nun der Betrag erhöht werden. Keineswegs aber handele es sich um eine drastische Erhöhung – der Vermieter betreibt selbst inhabergeführte Geschäfte in Hannover, man habe ein gutes Verhältnis zu der Modemacherin.

Gegenüber der HAZ sagt Staniou, dass sie sich auch konzeptionell verändern wolle: „Vielleicht ist ein 750 Quadratmeter großes Geschäft für Premiummarken inzwischen nicht mehr zeitgemäß.“ Wenn Donna im Juli 2018 schließt, will sie ihre beiden Nachbargeschäfte Emma und Shoehouse umgestalten, miteinander verbinden und komplett neue Modekonzepte im Premiumsegment anbieten.

Die gebürtige Rumänin ist ein Phänomen nicht nur in der hannoverschen Szene. Auf den großen Modemessen in Paris und Mailand ist sie gern gesehener Gast, wie hannoversche Mitbewerber neidlos anerkennen. Angefangen mit einem Geschäft in der Altstadt, hat Stanoiu sich einen internationalen Ruf erarbeitet. Wer sich einen Eindruck von ihrer Schaffenskraft machen will, kann ihr Zoé-Geschäft in Hamburg besuchen. Dort hat sie eine Villa zur Luxusboutique umgebaut. 2014 titelte die „Welt“ anlässlich der Eröffnung über die kreative Unternehmerin aus Hannover: „Diese Frau hält nichts auf.“ Ihre neue Kollektion Roqa ist nur in den besten Boutiquen in Österreich und der Schweiz zu bekommen. In Hannover hat sie vor einigen Monaten die benachbarte Zoé-Dependance in der Ständehausstraße geschlossen, insgesamt betreibt sie aber noch fünf Standorte, unter anderem die Donna-Geschäfte in der List und Kirchrode. Diese seien nicht von der Schließung betroffen.

Wie es in dem Eckhaus gegenüber der Oper weitergeht, will derzeit niemand sagen. Offenbar laufen Verhandlungen mit der Marke Hugo Boss. Der Vermieter aber will derzeit keine Namen bestätigen. Man sei in Gesprächen, heißt es nur.

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