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Stadt Hannover Dreiste Einbrüche auf Weihnachtsmärkten
Aus der Region Stadt Hannover Dreiste Einbrüche auf Weihnachtsmärkten
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00:20 26.12.2014
Von Tobias Morchner
Der Abbau läuft: Seit Dienstag werden die Buden an der Marktkirche demontiert. Quelle: Kleinschmidt
Hannover

Die Zahl der vollendeten und versuchten Einbrüche auf den Weihnachtsmärkten schnellte so stark in die Höhe, dass die Betreiber künftig die Sicherheitsdienste verstärken müssen. Die diesjährigen Märkte in der Altstadt und in der Lister Meile sind zu Wochenbeginn zu ende gegangen.

„Ich kümmere mich ja schon eine ganze Weile ehrenamtlich um den Weihnachtsmarkt, aber so etwas wie in diesem Jahr habe ich noch nicht erlebt“, sagt Enzo Fumiento vom Verein Aktion Lister Meile. Elf Versuche und mindestens einen vollendeten Einbruch hat er bislang für seinen Bereich gezählt.

Auch Petra Mahramzadeh vom Marktamt der Stadt, das für den Betrieb des Altstadt-Weihnachtsmarkts zuständig ist, hatte mit dem vermehrten Auftreten der Einbrecher zu kämpfen. „Besonders schlimm war es in der ersten Dezemberwoche“, sagt sie. Erst als es der Polizei am Ende der Woche gelang, fünf Einbrecher festzunehmen, habe sich die Lage etwas entspannt. Die Täter hatten es in aller Regel auf das Bargeld der Händler abgesehen. „Dabei sind sie ungemein dreist vorgegangen, denn die Schlösser der Buden sind heutzutage ja ziemlich groß – es macht deshalb einen ganz schönen Krach, wenn man die aufbricht“, sagt Enzo Fumiento. Aus Angst, die Einbrecher könnten das Inventar verwüsten, wenn sie bei einer Tat keine Beute machen würden, sollen einige Budenbetreiber dem Vernehmen nach ganz bewusst über Nacht eine geringe Summe hinter ihrem Verkaufstresen deponiert haben.

Der Anstieg bei den Einbruchsversuchen auf dem Weihnachtsmarkt wird nun auch Konsequenzen für die Planungen im nächsten Jahr haben. „Nach den Erfahrungen von diesem Jahr werden wir garantiert unser Sicherheitspersonal dauerhaft aufstocken“, sagt Petra Mahramzadeh vom Marktamt.

Doch nicht nur die Buden der Weihnachtsmärkte waren offenbar im Visier der Täter. Sie beobachteten offenbar auch alles, was sich rund um die Veranstaltungen bewegte, und schlugen dann gezielt zu. Am Montag erbeuteten Diebe aus einem Gastraum eines Hotels an der Marktkirche, der von den Weihnachtsmarktleuten genutzt worden war, einen hohen dreistelligen Geldbetrag.

Die Polizei kann zu den Einbrüchen auf den Weihnachtsmärkten keine genauen Zahlen veröffentlichen, weil die Straftaten in der Statistik nicht gesondert erfasst werden. Immerhin hätte es fast eine gute Nachricht gegeben: Die Zahl der registrierten Taschendiebstähle war in den Wochen vor der Eröffnung der Weihnachtsmärkte im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Die Hoffnung, dass sich dieser Trend stabilisieren könne, hat sich aber zerschlagen. Während der vergangenen vier Wochen schnellte sie allerdings wieder in die Höhe und erreichte etwa das Niveau des Vorjahres.

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