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Stadt Hannover Verzögerungen an Gymnasien stößt auf Kritik
Aus der Region Stadt Hannover Verzögerungen an Gymnasien stößt auf Kritik
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00:18 30.04.2018
Am Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium läuft die Sanierung schon, bis 2022 sollen die Umbauten abgeschlossen sein. Quelle: Samantha Franson
Hannover

 Den Umbau der Gymnasien für das Abitur nach 13 Jahren hat die Stadt nach Ansicht von Elternvertretern und CDU durch schleppende Planungen viel zu lange verzögert. Im Schulausschuss der Stadt war am Mittwochabend ein detaillierter Bericht zu allen 17 Standorten vorgelegt worden. 

„Warum erst jetzt“, fragt die schulpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Stephanie Matz. Die Landesregierung hatte die Rückkehr zu G9 bereits 2015 beschlossen. „Ich frage mich ernsthaft, was in den letzten drei Jahren in der Verwaltung passiert ist. Die Brisanz des Themas und der Zeitdruck müssten doch schon länger bekannt gewesen sein“, sagt Matz. Es sei unverständlich, wieso die Standt seit 2015 nichts Ernsthaftes unternommen habe.

Viele Schulen werden erst 2022 oder später fertig

Nach dem Bericht der Stadt werden im Sommer 2020, wenn erstmals 13 Jahrgänge und nicht mehr zwölf an den Gymnasien untergebracht werden müssen, nur acht Schulen dafür auch die räumlichen Kapazitäten haben. Übergangsweise sollen an den anderen Gymnasien teils Container aufgestellt werden. Die Humboldtschule in Linden-Süd wird vermutlich sogar erst 2024 entsprechend umgebaut sein, andere Schule 2022.

Kritik kommt auch von Elternvertreter Michael Balke: „Zieltermine sind dafür da, eingehalten zu werden, in der freien Wirtschaft setzt man alles daran, dann auch fertig zu werden.“ Die Planungen müssten schon viel weiter sein, es sei nicht hinnehmbar, dass an manchen Schulen noch nicht einmal der Baubeginn feststehe und man noch Architekturbüros beauftragen müsste. Vermutlich werde es noch weitere Verzögerungen geben.

„Hannover hat früh mit Vorbereitungen begonnen“

Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski teilt diese Einschätzung nicht: Hannover habe so früh wie kaum eine andere Kommune in Niedersachsen mit den Vorbereitungen der Gymnasien auf G 9 begonnen. „Es geht um 16 Standorte, jeder für sich genommen ist eine echte Herausforderung.“ Das 17. Gymnasium, das in Limmer, ist erst von zwei Jahren neu gegründet worden und wächst erst langsam hoch. Die Planungen seien sehr konsequent und stringent umgesetzt worden. 

Die Stadt habe mit allen Schulleitern mehrere Gespräche geführt, sie nach ihren Vorstellungen befragt und die Umsetzung der Ideen gepüft: „Das war alles sehr zeitaufwendig“.  Für die Gymnasien komme es nicht überraschend, dass nicht alle Standorte bis 2020 ausgebaut seien, die Stadt arbeite in enger Abstimmung mit den Schulleitern.

Afra Gamoori (SPD) sagt, die Verwaltung arbeite schon mit Hochdruck, man brauche etwas Geduld, aber bald sei es geschafft, Zwischenlösungen seien ein Muss. Die Rückkehr zu G9 sei jedenfalls richtig, so hätten Schüler wieder mehr Zeit für Persönlichkeitsbildung. Auch Silvia Klingenburg-Pülm (Grüne) äußert sich ähnlich. Die Baumaßnahmen stellten die Stadt vor eine große Herausforderung. Andreas Bingemer (FDP) spricht auch von einem komplexem Thema, er sei aber guter Dinge, dass der geplante Ausbau auch klappen werde, wie im Schulentwicklungsplan vorgesehen.

Die Forderung von CDU-Bildungspolitikerin Matz, dass Baudezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette hätte dem Schulausschuss Rede und Antwort stehen müssen, weist Rzyski zurück: Im Gremium seien sehr kompetente Vertreter aus dem Baumanagement gewesen, die alle Fragen hätten beantworten können.  

Von Saskia Döhner

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