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Stadt Hannover Endspurt bei den Tannenbaumverkäufern
Aus der Region Stadt Hannover Endspurt bei den Tannenbaumverkäufern
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00:15 20.12.2014
Weihnachtsbaumverkäufer Christian Christiansen weiß, was seine Kunden wollen. Quelle: Körner
Hannover

Für manche muss der Christbaum erst an Heiligabend aufgestellt werden, bei anderen hält das Nadelholz schon mit dem ersten Advent Einzug in die gute Stube. Zuhause bei Christian Christiansen erstrahlte bereits am Nikolaustag die zweieinhalb Meter hohe Nordmanntanne in geschmückter Pracht – kein Wunder, der Mann sitzt gewissermaßen an der Quelle. Seit 14 Jahren preist der 34-Jährige an einem der zahlreichen Verkaufsstände in der Stadt seine Nadelbäume an, er steht traditionell an der Emslandstraße in Bemerode. Und erlebt dort so manche Kuriosität.

„Beim Verkauf kann man die tollsten Geschichten erleben“, sagt Cristiansen: „Ein ganzes Buch würde das füllen.“ Etwa von dem einem Mann, der bei ihm eine Tanne kaufte, um einige Tage später samt Baum und recht unglücklich dreinschauender Freundin zurückzukehren – Stichwort: vorweihnachtliche Beziehungskrise. „Er wollte den Baum umtauschen, weil dieser nicht den Vorstellungen seiner Freundin entsprach.“ Das aber geh nicht, sagt Christiansen. „Da hat er einfach einen zweiten gekauft, und sie war zufrieden.“

Jedes fünfte Kind hat die freie Wahl

Der Christbaumverkäufer kann sich auch an einen Studenten erinnern, der vergangenes Jahr auf den letzten Drücker einen Baum kaufte, der auf einer Seite fast kahl war. „Der fand den Baum super und hat ihn einfach an die Wand genagelt.“ Oder die Kinder als Chefeinkäufer. Etwa jedes fünfte Kind, sagt Christiansen, habe die freie Wahl. „Da haben auch schon mal Eltern bei der Auswahl ihrer Kleinen die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen“ – aber versprochen sei versprochen, da spielten Preis und Aussehen keine Rolle.

Seit 14 Jahren steht Christiansen hier von Anfang Dezember bis Weihnachten, in den übrigen Monaten werde er auf der Straße und im Supermarkt von seinen Kunden mit Handschlag begrüßt. „Die erzählen mir manchmal noch im März, dass ihr Baum nicht genadelt hat“, sagt er stolz. Er verkauft Bäume der Gärtnerei Nötel, die stammen mehrheitlich aus Isernhagen.

Für die Kunden ist Tannenbaum ist bekanntlich nicht gleich Tannenbaum: Die Nordmanntanne wird meist favorisiert wegen ihres satten Grüns, dem gleichmäßigen Wuchs und ihrer weichen Nadeln. „Die Blautanne aber verströmt diesen wunderbaren Geruch“, schwärmt Christiansen. Sein Tipp für jedweden Baum: Erst aufstellen, dann Netz runter und einen Tag aushängen lassen. Er empfiehlt außerdem, den Baumstamm in ein nasses Handtuch zu wickeln, bevor er in den Ständer gesteckt wird. „Bäume, die frisch geschlagen sind, benötigen ohnehin nicht viel Wasser und nehmen sich, was sie brauchen.“

Während die Verkäufer in der List zu berichten wissen, dass gerne hohe und dementsprechend auch teurere Tannen gekauft werden, weil der Stadtteil von Altbauten geprägt ist, läuft es bei Christiansen ganz unterschiedlich – auch innerhalb der Familien. „Manchmal will die Oma einen großen Baum, und die Familie sucht sich einen Kleinen aus.“ Im Durchschnitt zahlten die Kunden 30 Euro, viele nähmen aber auch das Sonderangebot von 19,95 Euro für eine Nordmanntanne. Fest stehe aber, dass die Familien meist am Wochenende kommen, während Ältere und Singles wochentags vorbeischauen. So auch Robert Benninghausen: Seit Jahren kaufen er und seine Frau ihren Baum hier, am Mittwoch kam der 75-Jährige allerdings, um für seine Tochter eine Tanne auszusuchen.

Christiansen schätzt vor allem, dass einige Kunden nach dem Kauf eines Baumes gerne noch mal Kekse oder einen heißen Kakao vorbeibringen. „Aber vor allem ältere Leute jedes Jahr wieder zu sehen und dann zu erfahren, dass es ihnen nach wie vor gut geht – das freut mich besonders.“

Wer seinen Baum selber schlagen möchte, kann dies auf Tannenplantagen der Firma Nötel in Isernhagen und Burgwedel tun. Das Baumschlagen im Misburger Wald ist an diesem Sonnabend zwischen 10 und 16 Uhr möglich.    

Vier Tipps zur Baumpflege

Der Baum braucht Luft: Weil die Luft durch die eingepackten Äste schlechter zirkulieren kann, sollte der Baum maximal zwei bis drei Tage im Netz verbringen und an einem kühlen, windgeschützten Ort gelagert werden. Das Netz erst nach dem Aufstellen im Ständer entfernen – es empfiehlt sich, von oben nach unten zu schneiden.

In Form hängen: Nachdem der Baum aufgestellt ist, benötigt er einen Tag, um sich in Form zu hängen. Erst danach schmücken.

Richtiges Klima: Warme, trockene Luft bedeutet für den Baum puren Stress. Daher weit weg von der Heizung aufstellen. Bei Fußbodenheizung und auch sonst hilft es, den Baum ein- bis zweimal täglich mit Wasser zu bestäuben.

Bewässerung: Eine zwei Meter große Tanne benötigt circa zwei Liter Wasser am Tag. Daher sollte der Baumständer mit Wasser befüllt oder der Stamm mit einem feuchten Handtuch umwickelt werden.     

Von Katharina Derlin

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