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Stadt Hannover Entdeckertour durch lateinische Sprache begeistert Schüler
Aus der Region Stadt Hannover Entdeckertour durch lateinische Sprache begeistert Schüler
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00:41 27.04.2018
Im Kestner Museum: Grundschüler der Wäldchenschule Arnum lernen am Latein-Entdeckertag mehr über lateinische Begriffe, Götter und alte Spiele. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Hannover

„Ihr müsst versuchen, den Gegner einzukesseln“, rät Max. Normalerweise besucht er die zehnte Klasse der Sophienschule, doch heute hat er schulfrei. Stattdessen erklärt er zwei Grundschülern das römische Brettspiel „Rundmühle“. Max ist einer von 32 Helfern beim zweiten Lateinentdeckertag, der am Dienstagmorgen im Museum August Kestner stattfand. Organisiert wurde er von Anna Vehling, Lateinlehrerin und stellvertretende Vorsitzende des Niedersächsischen Altphilologenverbandes, in Zusammenarbeit mit dem Museum.

Werbung für die Sprache Latein

„Latein soll nicht erst ein Thema werden, wenn es darum geht, eine Sprache abzuwählen“, so Vehling. „Wir möchten früher ansetzen und die Schüler schon in der Grundschule für die lateinische Sprache begeistern.“ Nachdem bereits der Probelauf im letzten Jahr sehr gut angenommen worden sei, habe man dieses Mal zehn Grundschulen absagen müssen, weil es keine Plätze mehr gegeben habe, berichtet die Pädagogin. Rund 130 Schüler durchliefen die 13 Stationen, die die Lateinschüler der Sophienschule und zwei siebte Klassen des Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasiums mit ihren Lehrern für die Dritt- und Viertklässler vorbereitet hatten.

Wie viel wiegt ein Denar? Wo gingen die Römer auf Toilette? „Im Garten“, vermutet Kimmi, 10 Jahre. „Oh nein“, sagt Claudia Otten, freie Mitarbeiterin des Museums und erklärt das Prinzip öffentliche Toilette, Therme und Aquädukt. An der Station von Emily, Klasse 10 und Dora, Klasse 8, galt es, einem Bücherdieb auf die Schliche zu kommen. Beide sind froh, dass sie sich für Latein entschieden haben. „Ich interessiere mich sehr für Geschichte – da hat Latein einfach gut gepasst“, findet Dora.

Ursprung vieler Begriffe

„Latein ist ein bisschen wie eine Naturwissenschaft: Vieles ist logisch, man kann alles gut übertragen. Und wenn man später Französisch oder Italienisch wählt, muss man nicht mehr so viele Vokabeln lernen“, ergänzt Emily. Doch auch in der Alltagssprache sind viele lateinische Begriffe versteckt, zum Beispiel in Produktnamen wie „Lenor“ (lenis bedeutet weich) oder „Miracoli“ (miraculum heißt Wunder), wie die Station „Lingua Latina Occultata“, Verstecktes Latein, zeigte.

In der „Kleiderkammer“ schlüpften die jungen Entdecker in römische Gewänder: Dort erklärte Volker Semmler, freier Mitarbeiter des Museums, wie man Stola, Tunika oder Toga trug und für wen welches Kleidungsstück gedacht war. Für Marten, Klasse 10 und ebenfalls Helfer, war eine ähnliche Aktion tatsächlich ausschlaggebend dafür, Latein zu wählen. „Ich wusste damals nicht, ob ich Latein oder Spanisch machen sollte. Dann habe ich mich für Latein entschieden, weil es an meiner Schule auch so eine Art Lateinentdeckertag gegeben hatte“, erinnert sich Marten.

Im Museum August Kestner wird auch im nächsten Jahr wieder ein Lateinentdeckertag stattfinden – „vielleicht sogar in etwas größerem Umfang“, so die stellvertretende Leitung Pia Drake

Von Anna Kiefer

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