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Stadt Hannover Erhöhte Sicherheit auf Hannovers Weihnachtsmärkten
Aus der Region Stadt Hannover Erhöhte Sicherheit auf Hannovers Weihnachtsmärkten
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16:44 20.12.2016
Die Polizei hat die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Die hannoversche Polizei hat die Sicherheitsvorkehrungen auf den Weihnachtsmärkten unmittelbar nach Bekanntwerden der Ereignisse in Berlin erhöht. Bereits am Montagabend traten erste Maßnahmen in Kraft, wie die Polizeidirektion Hannover am Dienstag mitteilte. So wurde die Anzahl an Beamtinnen und Beamten – vorrangig in der City – erhöht. Auch in den nächsten Tagen werden mehr Polizistinnen und Polizisten für die Sicherheit in der Landeshauptstadt Hannover und im Umland sorgen.

Polizeipräsident Volker Kluwe betont, "eine konkrete Gefahr für die Region Hannover besteht auch nach dem schrecklichen Vorfall in Berlin nicht, es handelt sich hierbei um vorbeugende Maßnahmen".

Beide Behörden weisen die Menschen in der Region in diesen Tagen daraufhin, besonders achtsam zu sein und verdächtige Beobachtungen den im Stadtbild präsenten Polizistinnen und Polizisten zu melden. Alternativ kann natürlich auch der Notruf (110) gewählt werden.

Schon am Montagabend hatte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius ebenfalls verstärkte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. So sollen Beamte in Schutzwesten patrouillieren und gegebenenfalls auch offen eine Maschinenpistole tragen. Der Innenminister besuchte am Diestagmittag demonstrativ den Weihnachtsmarkt und aß dort mit Mitarbeitern eine Bratwurst.

"Ich lasse mir von Terroristen nicht vorschreiben, wie ich mein Leben zu leben habe." Die definitiv falsche Reaktion wäre gewesen, Weihnachtsmärkte zu schließen. "Denn dann hätten die feigen Terroristen ihr Ziel erreicht." 

Weihnachtsmärkte bleiben geöffnet

Die Betreiber der Weihnachtsmärkte wurden am Dienstag hinsichtlich der Vorkommnisse in Berlin informiert und sensibilisiert. Oberbürgermeister Stefan Schostok: "Ich begrüße es sehr, dass die Polizei für unsere Weihnachtsmärkte in Hannover ihre Sicherheitsmaßnahmen noch einmal verstärkt. Es geht auch darum, dass wir uns wegen einer diffusen Terrorgefahr nicht im Alltag einschränken lassen. Deshalb findet der Weihnachtsmarkt weiterhin statt." 

Künftige Großveranstaltungen würden weiterhin ständig auf ihre Sicherheitskonzepte überprüft. Schostok: "Terror will Panik und Verunsicherung schüren und das Leben in unseren freien Gesellschaften lähmen. Dem stellen wir uns gemeinsam mit der Polizei entgegen." 

Zäune und Panzersperren soll es nicht geben

Auch die anderen Weihnachtsmärkte in Niedersachsen bleiben geöffnet. In Bremen patrouillierten an den größeren Zufahrtsstraßen zum Markt inmitten der Innenstadt Beamte mit automatischen Waffen, sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Außerdem seien weitere private Sicherheitsdienste im Einsatz. Zäune um den Markt oder gar Panzersperren soll es aber nicht geben. Auf allen Weihnachtsmärkten wurde am Abend zu einer Schweigeminute für die Opfer von Berlin aufgerufen, außerdem waren Gottesdienste geplant.

In Lüneburg wurde allerdings am Dienstag die Musik auf dem Weihnachtsmarkt gestrichen. Auch in Lingen verzichtete man auf Musik, das Finale des Eisstockschießens sollte aber stattfinden. Auch in Hannover will man der Opfer von Berlin gedenken

Terroristen dürfen nicht triumphieren

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) rief dazu auf, sich dem Terror entgegenzustellen. "Terroristen wollen Angst und Schrecken verbreiten", sagte Weil. "Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Freiheit und unser Leben nicht durch Verbrecher einschränken lassen. Wir dürfen den Terroristen nicht den Triumph über unsere Freiheit und unser geselliges Miteinander geben."

Hannovers Landesbischof Ralf Meister sagte, die weihnachtliche Botschaft "Fürchte dich nicht" drohe angesichts von so viel Gewalt die Herzen der Menschen nicht mehr zu erreichen. Der Landesverband der Muslime verurteilte den Berliner Anschlag ebenso wie die Angriffe auf eine Moschee in Zürich und den russischen Botschafter in der Türkei. "Diese Taten können durch nichts, weder durch eine Religion noch durch Politik gerechtfertigt werden. Sie sind barbarische Attentate auf unschuldige Menschen und auf unsere Gesellschaft", sagte der Landesverbands-Vorsitzende Recep Bilgen. 

Alle Ereignisse und Hintergründe zu den Ereignissen in Berlin.

lok/sbü/ewo

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