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Stadt Hannover 750 Besucher hören Gedenkkonzert in der Marktkirche
Aus der Region Stadt Hannover 750 Besucher hören Gedenkkonzert in der Marktkirche
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19:52 10.11.2018
Chöre singen Psalmen beim Gedenkkonzert in der Marktkirche. Quelle: Villegas
Hannover

Die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten ist dringlicher denn je – darin sind sich Kirchenvertreter beim Konzert zum Gedenken an die Reichspogromnacht am Sonnabend in der Marktkirche einig. „Unmenschliche Gedanken gewinnen wieder ihre diabolische Kraft“, sagt Landessuperintendentin Petra Bahr. Der Anschlag auf eine Synagoge in den USA zeige, wie erschreckend gegenwärtig der Antisemitismus sei, sagt Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann.

Mehr als 750 Besucher hören die mahnenden Worte und die getragene Musik unter der Leitung von Andor Izsák. Zwei Synagogalchöre und der Propsteichor St. Clemens singen Psalmen von Louis Lewandowski. „Wir wollen die Namen der Opfer ehren“, sagt Heinemann.

Der Stadtsuperintendent nimmt auch Bezug auf aktuelle Debatten in Hannover. Angesichts der monströsen Verbrechen in der Nazizeit sei es nicht unangemessen, öffentlich über die Umbenennung von Straßennamen nachzudenken. „Es geht nicht um einen Fliegenschiss in der Geschichte, sondern um unzählige Morde“, sagt Heinemann in Anspielung auf den umstrittenen Satz von AfD-Chef Alexander Gauland, die Zeit der NS-Diktatur sei nur ein Fliegenschiss in der deutschen Geschichte gewesen.

Propst Martin Tenge erinnert daran, dass sich damals viele Menschen dadurch schuldig gemacht hätten, dass sie untätig blieben. „Auch die Kirchen haben geschwiegen, und das beschämt uns noch heute“, sagt Tenge. Daher komme es jetzt umso mehr darauf an, die freiheitlich demokratische Grundordnung zu bewahren.

Von Andreas Schinkel

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