Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover "Das ist ein Schatz für Hannover"
Aus der Region Stadt Hannover "Das ist ein Schatz für Hannover"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:27 18.09.2015
Sprengel-Anbau: Rund 800 Gäste waren zur Eröffnung geladen. Quelle: Eberstein
Hannover

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat am Freitagabend den 35,7 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau des Sprengel-Museums in Hannover eröffnet. Das neue Gebäude sei eine „allererste Adresse der niedersächsischen Kultur“ und ein „Schatz für Hannover“, sagte der Regierungschef: „Die Vollendung des Sprengel-Museums ist prachtvoll gelungen.“ Bisher habe das Museum kulturell schon in der „Bundesliga“ gespielt: „In Zukunft gibt es noch ganz andere Möglichkeiten, die großartigen Schätze der künstlerischen Moderne zu zeigen.“

Das 1979 gegründete Museum zählt nach eigenen Angaben zu den bedeutendsten Museen für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Deutschland. Sein Bestand ist durch Ankäufe, Schenkungen und Dauerleihgaben kontinuierlich angewachsen. Über den jetzigen Anbau sei schon seit 1969 diskutiert worden, als der Kunstmäzen und Schokoladenfabrikant Bernhard Sprengel (1899-1985) seine Sammlung mit Werken von Picasso, Chagall, Macke, Klee oder Nolde der Stadt Hannover stiftete. „Für das Museum beginnt jetzt eine neue Zeitrechnung“, sagte Weil, der als früherer Oberbürgermeister von Hannover die Erweiterung selbst mit initiierte.

Das Festprogramm

Alles zur großen Kunstparty am Wochenende

Der 70 Meter lange und 20 Meter breite Anbau wurde von den Schweizer Architekten Marcel Meili und Markus Peter entworfen. Mit unterschiedlichen Raumformaten und Deckenhöhen - dem Konzept der „tanzenden Räume“ - sowie einer ganzseitigen Glasfront soll er rund 1.400 Quadratmeter an neuer Ausstellungsfläche bringen. Steigende Kosten und Terminverzögerungen hatten allerdings für Kritik gesorgt. Wegen seiner anthrazitfarbenen, eckigen Betonfassade ist der Neubau in der Bevölkerung umstritten. Im Volksmund ist von einem „Bunker“ oder einem „Brikett“ die Rede.

Ein Herzstück im Inneren ist der „Calder-Saal“ mit einer spektakulären Treppe, der den Neubau mit dem bisherigen Museum verbindet. Es sei außergewöhnlich, dass sich eine deutsche Großstadt in finanziell schwierigen Zeiten einen Museumsneubau leiste, sagte Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD): „Mit dieser Erweiterung setzen wir Maßstäbe für eine moderne und zeitgemäße Ausstellungsphilosophie.“

Die Eröffnungsausstellung unter dem Titel „Zehn Räume, drei Loggien und ein Saal“ soll zunächst die Architektur des Neubaus in den Blick rücken. Zudem präsentiert das Museum die Ausstellung „Unsere Sammler. Unsere Stifter“. Das Museum beherbergt unter anderem das Archiv des aus Hannover stammenden Künstlers Kurt Schwitters (1887-1948). Im Jahr 2000 schenkte die Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930-2002) dem Museum rund 400 ihrer Werke.

An den Kosten des Baus beteiligt sich das Land Niedersachsen mit 16,6 Millionen Euro, davon 11,6 Millionen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die Stadt Hannover gibt 14,1 Millionen Euro. Weitere fünf Millionen sollen aus Spenden kommen.

Hier sehen Sie einen exklusiven Museumsrundgang

Stadt Hannover "Bulli-Keks" von Bahlsen - Die neue VW-Ess-Klasse

Die Nutzfahrzeug-Sparte von Volkswagen und der Gebäckspezialist Bahlsen haben am Freitag eine "Bulli"-Edition des Leibniz-Kekses vorgestellt. Die besondere Produktionsserie ist auf 60 000 Packungen limitiert und zeigt elf Motive des Kleinbusses der Baureihen 1 bis 6.

Uwe Janssen 18.09.2015
Stadt Hannover Keine Ausschreitungen erwartet - Kurden demonstrieren heute in der City

Trotz der Ausschreitungen zwischen Türken und Kurden am vergangenen Sonnabend rechnet die Polizei bei der für Sonnabend angekündigten Kundgebung in der Innenstadt nicht mit Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der PKK und Sympathisanten der türkischen rechtsextremen „Grauen Wölfe“.

19.09.2015

Am Freitagmorgen haben Geo-Forscher insgesamt 600 Schülern im Audimax der Leibniz Universität Hannover die Geowissenschaften näher gebracht. Unter anderem lernten die Schüler, dass man als "Schwarze Raucher" im Meerwasser gelöste Metalle bezeichnet, die die Form von "Schornsteinen" annehmen. 

18.09.2015