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Stadt Hannover Experten loben Pläne fürs Ihme-Zentrum
Aus der Region Stadt Hannover Experten loben Pläne fürs Ihme-Zentrum
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21:33 09.12.2016
Von Conrad von Meding
Viel Grün, mehr Wege und eine Mall: So könnte das neue Ihme-Zentrum aussehen. Quelle: Illustration: RKW
Hannover

Die neuen Pläne zur Modernisierung des Ihme-Zentrums haben auch beim Architektenbund (BDA) große Zustimmung ausgelöst. „Das kann man nur positiv sehen“, sagt Hannovers BDA-Vorsitzender Harald Kiefer: „Ohne alle Details zu kennen kann ich nur sagen: Es scheint ein großer Schritt nach vorne fürs Ihme-Zentrum zu sein.“ Vertreter des Großeigentümers hatten am Donnerstag den Ratsmitgliedern ihr erstes Konzept für eine Revitalisierung der brachliegenden Gewerbeareale gezeigt.

Der BDA hatte sich im Sommer mit einer Veranstaltungsreihe dafür engagiert, dass neue Ideen für die ruinengleichen Sockelgeschosse entwickelt werden. Dabei waren auch Aspekte wie die bessere Anbindung an den Stadtteil mit neuen Durchgängen zur Ihme und eine Begrünung angesprochen worden - alles Ideen, die jetzt von den Planern aufgegriffen wurden, die der Großeigentümer engagiert hat. „Das Engagement von vielen Initiativen auf breiter Basis scheint sich jetzt auszuzahlen“, sagt Kiefer.

Auch bei den Ratsleuten hatte sich leise Hoffnung in die weiterhin vorhandenen Zweifel gemischt. Es ist das mittlerweile dritte Investorenprojekt, das innerhalb weniger Jahre mit bunten Bildern millionenschwere Erneuerungen ankündigt - bisher wurde nichts daraus. Auch diesmal gibt es keine Garantien. Die Stadt will trotzdem ihre Büromietverträge noch mal um zweieinhalb Jahre verlängern, verlangt aber im Gegenzug sichtbare Fortschritte zumindest im ersten Sanierungsabschnitt. Sollte der Großeigentümer tatsächlich investieren, kann sie sich auch neue Mietverträge mit deutlich längeren Laufzeiten vorstellen. Die CDU hat in der Sitzung allerdings durchgesetzt, dass der Oberbürgermeister künftig vierteljährlich über Fortschritte berichten muss.

Der Vorsitzende der Verwaltungsbeiräte im Ihme-Zentrum, Jürgen Oppermann, will derzeit noch nicht in Jubelstimmung verfallen. „Schöne Bilder wurden schon öfter gezeigt - die Zukunft wird zeigen, was draus wird“, sagt Oppermann. Wenn der Großeigentümer Ernsthaftigkeit beweisen wolle, dann solle er jetzt „kurzfristig mit der Sanierung technischer Anlagen beginnen. Dafür braucht er keine Architektenentwürfe“. Unter anderem seien die Gründungsstreben des Ihme-Zentrums, die das Gebäude bis tief in den Boden absichern, sanierungsreif: „Wenn der Großeigentümer teure Folgekosten vermeiden will, dann sollte er jetzt schnell dort anfangen.“

Oppermann hat, wie berichtet, nach einem Beschluss der Wohnungseigentümer Klage gegen den Haupteigentümer eingereicht und fordert, dass er seiner Verpflichtung nachkomme, die Gebäude instandzusetzen. „Die Gerichtsgebühren in Höhe von 2300 Euro sind bezahlt“, sagt er. Gebäudeverwalter Torsten Jaskulski betont, dass noch keine Klage zugestellt sei. „Ich will möglichst bald die Wohnungseigentümer mit den Planern an einen Tisch bringen, damit die Konzepte vorgestellt werden und man sich in die Augen sehen kann“, sagt er. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Bauanträge für den ersten Modernisierungsteil, die Fassaden, bis Sommer eingereicht sein.

Hannovers Stadtverwaltung bereitet sich auf die Investitionsoffensive vor, die Mitte kommenden Jahres starten soll. Millionenbeträge sollen in Kitas, Krippen und Schulen fließen. Um das bewältigen zu können, sucht die Stadt demnächst Fachpersonal für den Bereich Gebäudemanagement.

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