Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Wanderer aus Hannover in den USA gestorben
Aus der Region Stadt Hannover Wanderer aus Hannover in den USA gestorben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:56 22.06.2016
Die drei Männer aus Hannover waren zu einer Wandertour ins Santa Catalina Gebirge aufgebrochen. Dort wurden sie anscheinend von der extremen Hitze überrascht.  Quelle: (cc) Pete Toscano
Tuscon/Hannover

Drei Forscher des Laser-Zentrums Hannover sind am Sonntag bei einer Wanderung in den Bergen des US-Bundesstaats Arizona von einer Hitzewelle überrascht worden. Wie die Polizei von Pima County offiziell mitteilt, überlebte der 57-jährige Stefan G. den Ausflug ins Santa-Catalina-Gebirge nicht. Sein 33-jähriger Kollege Marcus T. gilt als vermisst. Nur ihr Kollege Marco J. überlebte den Trip. Er liegt derzeit schwer verletzt in einer Klinik. „Wir sind sehr betroffen und traurig und hoffen, dass es den Behörden gelingt, den vermissten Kollegen lebend zu finden“, sagt Klaus Ullbrich, der Leiter des Laser-Zentrums.

Die drei Forscher waren Ende vergangener Woche zu einer Konferenz der Optical Society of America nach Tucson in Arizona gereist. Amerikanischen Medienberichten zufolge waren die drei am Sonnabend von dort nach Pima County geflogen, um am Sonntagmorgen den Ventana Canyon Trail zu wandern. Unklar ist, ob sie von den Warnungen der Polizei vor der bevorstehenden Hitzewelle nichts gewusst oder sie ignoriert haben. Die Behörden hatten vor Temperaturen von über 115 Grad Fahrenheit (etwa 46 Grad Celsius) gewarnt. Die Vorhersage war am Sonntag tatsächlich auch so eingetreten. Die Meteorologen registrierten den dritt heißesten Tag in der Geschichte der Stadt Tucson.

Gegen 14 Uhr ging bei den Behörden ein Notruf mit dem Hinweis auf die deutschen Wanderer ein. Unklar ist, ob er von den hannoverschen Forschern abgesetzt wurde oder von Zeugen, die die Männer auf dem Trail gesehen hatten. Bei der Suche stießen die Helfer gleich am Anfang des Pfads auf Marco J. Ihm war es offensichtlich trotz der großen Hitze gelungen, den Weg zurück zu laufen. Rettungssanitäter brachten ihn in eine Klinik. 

Zwei weitere Hitzetote

Den 57-jährigen Stefan G. entdeckten die Einsatzkräfte tot am Ende des Trails. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Die Suche nach Marcus T. musste zunächst wegen der großen Hitze unterbrochen werden. Sie wurde gegen 17 Uhr erfolglos fortgesetzt. Noch am Sonntag veröffentlichte die Polizei von Pima County ein Foto von Marcus T. sowie eine Personenbeschreibung und bat die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche. Bislang fehlt von dem Forscher jede Spur.

In dem Gebiet, in dem die hannoverschen Wissenschaftler unterwegs waren, gab es am Sonntag zwei weitere Hitzetote. Eine 18-jährige Mountainbikerin aus den USA kam auf ihrem Weg durch die Berge ums Leben, nachdem ihr Wasservorrat zu Ende gegangen war. Am Sonntagnachmittag fanden die Helfer eine 54-jährige Frau, die auf einem anderen Wanderweg in dem Gebirge wegen der Hitze ums Leben gekommen war. 

In der Nähe von Phoenix starb nach Angaben der Feuerwehr zudem eine 28-jährige Mountainbikerin. Die erfahrene Sportlerin sei mit ausreichend Flüssigkeit zu einer Tour aufgebrochen, dann aber von der Hitze überwältigt worden. 

Außer in Arizona fachte die Hitze auch in den Bundesstaaten New Mexico und Kalifornien Waldbrände an. Im Cibola-Wald in New Mexico, wo auf einer Fläche von 72 Quadratkilometern ein Großbrand loderte, herrschten 50 Grad Celsius, im kalifornischen Palm Springs wurden 48 Grad und in Los Angeles 40 Grad gemessen.

Update:

Auch Marcus T. kam bei der Wanderung ums Leben. Rettungskräfte entdeckten den leblosen Körper des Forschers am Dienstag (Ortszeit).

 

Plötzlich ging alles ganz schnell. Nachdem Montag die HAZ über verzweifelte Anlieger von Stichstraßen berichtet hat, die ihre Mülltonnen künftig bis zu 300 Meter zur nächsten Durchgangsstraße rollen sollen, lenkte der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha ein. Ein neues, kleineres Fahrzeug soll das Problem lösen.

Conrad von Meding 28.06.2016

Er ist ein Denkmal seiner selbst, sein Werk ist von einschüchternder Größe. Hannover feiert im Leibniz-Jahr seinen berühmtesten Gelehrten: Am Dienstag ist der Geburtstag von Gottfried Wilhelm Leibniz. Doch was macht seinen Ruhm eigentlich aus? Und was dachte er selbst über Hannover?

Simon Benne 24.06.2016

Ein Feuer richtete im Hauptbahnhof einen Schaden von 70.000 Euro an. Im Prozess legt der Angeklagte Peter Z. ein Teilgeständnis ab. Er habe lediglich zwei Mülleimer in Brand gesteckt – nicht mehr. Auf die Frage nach den Gründen, antwortet sein Anwalt: "Mein Mandant hat keine vernünftige Erklärung."

Michael Zgoll 20.06.2016