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Stadt Hannover Ratsmehrheit für Badneubau wackelt
Aus der Region Stadt Hannover Ratsmehrheit für Badneubau wackelt
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19:56 17.08.2017
Von Andreas Schinkel
Quelle: Schaarschmidt (Archiv)
Hannover

Das liegt vor allem daran, dass sich zwei Rats-Grüne aus Linden schwertun mit den Fössebad-Plänen. Enthalten sich beide bei der Abstimmung oder bleiben fern, entstünde ein Patt, und die Pläne wären abgelehnt.

SPD und FDP sind konsterniert und erhöhen den Druck auf den Bündnispartner. „Die Entscheidung über das Fössebad ist die Nagelprobe für die Grünen, ob sie weiter mitregieren wollen“, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Kopfschütteln auch bei der SPD. „Bislang haben wir mit den Grünen verlässlich zusammengearbeitet“, sagt SPD-Sportpolitiker Angelo Alter. Er hoffe, dass das so bleibe, alles andere habe „fatale Konsequenzen für alle Seiten“. Die beiden Abweichler lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. „Ich stehe kritisch zu den Plänen. Die kann man so nicht stehenlassen“, sagt Grünen-Ratsfrau Katrin Langensiepen. Die Lindenerin will nicht hinnehmen, dass für das neue Fössebad kein Außenbecken vorgesehen ist. Zudem stört es sie, dass der Musikklub Béi Chéz Heinz im Keller des alten Bads mit dem Abriss verschwinden soll. Auch ihr Lindener Kollege Daniel Gardemin steht den Neubauplänen kritisch gegenüber. Er hatte zusammen mit anderen Lindener Grünen am Dienstagabend einen Parteitagsbeschluss erwirkt. Darin heißt es, dass das Chéz Heinz erhalten bleiben soll und die „finanziellen Voraussetzungen zur Errichtung eines Freibad“ in zwei Jahren herzustellen sind.

Pikant daran ist, dass sich die Fraktionsspitze der Rats-Grünen mit den Bündnispartnern von SPD und FDP bereits einig war über das Fössebad. Im Sportausschuss am Montag stimmten die Sportpolitiker aus allen drei Fraktionen für die Verwaltungspläne und gaben der Stadt ein paar Änderungswünsche auf den Weg. Etwa: Bau eines Sprungturms, Verlegen von Leitungen für einen späteren Freibadbau, Öffnen der Hallenbadfront zur Liegewiese.

Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert versucht jetzt zwischen den Fronten innerhalb seiner Fraktion zu vermitteln. „Ich nehme den Parteibeschluss sehr ernst“, sagt er. Wenn die Ratspolitik in eineinhalb Jahren über den städtischen Haushalt entscheidet, werde er darauf dringen, dass Geld für einen Freibadbau zur Verfügung gestellt wird. „Aber wir dürfen nichts übers Knie brechen und müssen den Neubau des Fössebads erst einmal beschließen“, betont er.

Auch aus anderen Gründen könnte es eng werden bei der Abstimmung im September. Grünen-Fraktionschefin Freya Markowis ist im Mutterschutz und auch in der SPD wird es Lücken in den Reihen geben. Bisher gilt die Übereinkunft, dass Ratsleute aus der Opposition in gleicher Anzahl der Abstimmung fernbleiben, um das Stimmenverhältnis zu wahren. Ob sich CDU, Linke und andere darauf einlassen, bleibt abzuwarten.

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