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Stadt Hannover Geriatrie in Langenhagen macht Millionenverlust
Aus der Region Stadt Hannover Geriatrie in Langenhagen macht Millionenverlust
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08:40 31.12.2016
Von Mathias Klein
Noch befindet sich die Klinik für Geriatrie in Langenhagen. Quelle: Rainer Surrey
Langenhagen

Es sei nicht gelungen und werde auch nicht gelingen, bei einer isolierten Geriatrie ohne andere Medizinbereiche die notwendige Wirtschaftlichkeit zu erreichen, schreibt Klinikumssprecher Steffen Ellerhoff. Denn häufiger müssen bei älteren Patienten Spezialisten wie Kardiologen, Neurologen und Orthopäden zu Rate gezogen werden.

Zu kostenintensiv

Die Behandlung geriatrischer Patienten mache eine Vielzahl von Untersuchungen und die Einbeziehung anderer medizinischer Fachbereiche notwendig. „Dies zu organisieren ist an einem Einzelstandort, so wie wir ihn im Moment betreiben, sehr kostenintensiv“, betont er.

Während alle anderen Krankenhäuser des Regionsklinikums zwischen 2014 und 2015 ihr Ergebnis verbessern oder das Defizit abbauen konnten, verdoppelt sich in der Langenhagener Geriatrie das Minus. Laut einer der HAZ vorliegenden Liste machte die Geriatrie im Jahr 2014 ein Minus von rund 1,4 Millionen Euro, im vergangenen Jahr waren es sogar etwa 3,1 Millionen Euro.

Ellerhoff schreibt zwar, das Klinikum betrachte die „Ergebnisse der Einzelstandorte als wenig aussagekräftig“, auch deshalb weil bei der Geriatrie Sonder- und Einmaleffekte aufgetreten seien, die er nicht näher benennt. Deshalb sehe die Medizinstrategie die Verlagerung der Fachklinik für Geriatrie von Langenhagen an einen oder zwei andere Standorte vor.

Wie berichtet, wird dafür immer wieder Lehrte genannt. Der Aufbau einer geriatrischen Abteilung dort gehört zum Klinikkonzept Nordost der Mehrheit der Regionsversammlung. Es sieht den Erhalt und die Sanierung von Lehrte vor sowie einen Neubau des Krankenhauses Großburgwedel am bisherigen Standort. Allerdings ist dafür die Finanzierung noch ungeklärt, die Begeisterung des Landes hält sich derzeit in sehr engen Grenzen.

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