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Stadt Hannover Mann schlägt Ex-Freundin und demoliert ihr Auto
Aus der Region Stadt Hannover Mann schlägt Ex-Freundin und demoliert ihr Auto
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19:18 05.12.2016
Von Michael Zgoll
Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Ein Beziehungsdrama auf offener Straße hat sich vor gut einem Jahr in Hainholz abgespielt. Ein Mann, dem seine Freundin den Laufpass gegeben hatte, machte seiner Verzweiflung auf vielfältige Weise Luft. Er schlug die Frau zu Boden und trat auf sie ein, demolierte ihr Auto mit einem Hammer – wechselte zwischendurch aber immer wieder die Tonlage, beteuerte seine Liebe und versuchte, die Frau zu küssen. Dass Mohamed-Ali T. zudem etliche Kleidungsstücke und private Dokumente zerschnitten hatte, die die 28-Jährige aus der gemeinsamen Wohnung holen wollte, war einer Fortsetzung der Beziehung aber ebenso wenig förderlich wie die Verfolgungsjagd, die sich die beiden lieferten. Am Montag wurde der 34-jährige Tunesier wegen zweifacher gefährlicher Körperverletzung und zweifacher Sachbeschädigung zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Von einer „sehr wechselhaften Stimmungslage“ des Angeklagten sprach Amtsrichter Ino Augenreich in seiner Urteilsbegründung, auch von einer emotionalen Ausnahmesituation. Das habe dem von Trennungsschmerz und -wut erfüllten Mohamed-Ali T. aber keineswegs das Recht gegeben, seine Ex-Freundin derart zu malträtieren.

Die junge Frau war – viele heftige Streitereien mit dem 34-Jährigen gegenwärtig – mit zwei Arbeitskolleginnen und deren Partnern in die Hüttenstraße gefahren, um ihre Sachen aus der Wohnung zu holen. Doch T. erwartete sie bereits auf der Straße, regte sich sogleich fürchterlich auf, dass sie Verstärkung mitgebracht hatte. Nachdem er die 28-Jährige niedergeschlagen hatte, holte er einen Hammer aus seiner Jacke und zerschmetterte die Scheiben ihres weißen BMW X 1. Die Besitzerin rappelte sich auf, lief Richtung Fenskestraße, ihr Ex hinterher. Als er die Frau erreicht hatte, prügelte er erneut mit den Fäusten auf sie ein, sodass sie zu Boden ging.

Allerdings konnte das Gericht auch nach Vernehmung mehrerer Zeugen nicht eindeutig klären, ob T. mit dem Hammer auf sein Opfer losgegangen war. Hätte man ihm dies nachweisen können, wäre die Strafe deutlich höher ausgefallen. Immerhin ist der 34-Jährige bei der Justiz kein unbeschriebenes Blatt. Von seinen neun Einträgen im Vorstrafenregister haben sieben bereits mit Gewalttätigkeiten zu tun.

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