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Stadt Hannover Gilde plant neues Bier fürs kommende Jahr
Aus der Region Stadt Hannover Gilde plant neues Bier fürs kommende Jahr
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19:26 21.12.2016
Von Bernd Haase
Neuer Look: Seit 2016 haben die Flaschen neue Etiketten bekommen. Jetzt soll auch eine neue Sorte kommen. Quelle: Gilde
Hannover

Die Gilde-Brauerei kündigt für das kommende Jahr zwei Neuheiten an. Im Mai soll die Produktpalette um die Sorte Gilde Hell Naturtrüb erweitert werden. Die Einführung ist verbunden mit einem großen Frühlingsfest namens Gilde-Schwooof in einem riesigen Zelt auf dem Schützenplatz am Himmelfahrtswochenende.

Bereits im Januar will die Gilde die Marke Lindener Pilsener in ausgewählten Gastronomiebetrieben wieder vom Fass anbieten. Derzeit gibt es das Kultbier nur in Flaschen; der Ausschank per Zapfhahn in Kneipen und Restaurants war vor einigen Jahren eingestellt worden.

Die Brauerei in der Südstadt hatte vor einem Jahr ihren Eigentümer gewechselt. Damals übernahm die TCB Beteiligungsgesellschaft aus Frankfurt/Oder den Traditionsbetrieb vom Riesenkonzern AB Inbev. "Die Gilde war ein Sanierungsfall", sagt TCB-Geschäftsführer Mike Gärtner. Obwohl der Ausstoß in den vergangenen zwölf Monaten von 150.000 auf 600.000 Hektoliter gesteigert worden ist, schreibt die hannoversche Brauerei nach wie vor rote Zahlen. Im kommenden Jahr, so hofft Gärtner, wird sich das ändern.

Mehr Infos

Weitere Informationen und Reservierungen zum riesigen Sechs-Master-Zelt auf dem Schützenplatz unter www.gilde-schwooof.de

Dennoch: Die Gilde-Brauerei in Hannovers Südstadt hat ihre Ziele für das erste Jahr unter neuer Regie erreicht. Binnen knapp zwölf Monaten ist die Produktion um mehr als das Vierfache auf 650 000 Hektoliter gestiegen. Profitabel ist die Brauerei damit nach Angaben von Geschäftsführer Mike Gärtner aber noch nicht. „Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr die roten Zahlen verlassen“, sagt er. 

Schnelles Wachstum

Nach der Übernahme sei die Brauerei ein Sanierungsfall gewesen, sagt der Biermanager. TCB hatte von Anfang an auf schnelles Wachstum verbunden mit den dafür notwendigen Investitionen gesetzt. Im ersten Jahr sind in der Braustätte unter anderem Abfüllanlagen für Dosen und Einwegflaschen installiert worden. Zu den insgesamt 5 Millionen Euro Investitionen kamen noch 2,5 Millionen an Instandhaltungskosten. „Das hatten wir in dieser Höhe nicht erwartet“, sagt Gärtner.

Gilde versteht sich als regionale Marke und unterstreicht dies durch Sponsoringaktivitäten und durch insgesamt rund 1400 Gastronomiekunden. Auf die drei Sorten Gilde Ratskeller, Gilde Pilsener und Lindener Spezial entfallen trotzdem lediglich ein gutes Viertel des Ausstoßes. „Wir bewegen uns nach wie vor in einem leicht schrumpfenden deutschen Biermarkt“, verdeutlicht Gärtner.

Gilde kommt nach China

Das Wachstum geht in erster Linie auf das Konto von Bier für den Export und die Produktion von Handelsmarken für diverse Supermarktketten. Das soll weiter ausgebaut werden, Gilde will sich beim Ausstoß an die Millionenmarke herantasten. Gärtner kündigt Investitionen unter anderem in eine weitere Flaschenabfülllinie für Exportbiere an. Die Brauerei beliefert jetzt bereits den chinesischen Markt. 2017 will sie erstmals auch eigene Marken im Reich der Mitte anbieten.

Mit der ausgeweiteten Produktion ist auch eine Steigerung der Mitarbeiterzahlen einhergegangen. Waren es bei Übernahme noch 74, sind es jetzt allein in der Produktion 115. Ein zwischenzeitlicher Konflikt mit der Gewerkschaft ist laut Gärtner inzwischen befriedet. Zwar gibt es nach wie vor nicht den von der Arbeitnehmerorganisation gewünschten Haustarifvertrag, aber die Löhne für die Neueingestellten, die unter denen der Altbeschäftigten liegen, sind zwischenzeitlich angehoben worden.     

mic/se

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