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Stadt Hannover Glasperlenspiel in Hannover: Interview vor dem Konzert
Aus der Region Stadt Hannover Glasperlenspiel in Hannover: Interview vor dem Konzert
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09:56 02.11.2018
Expo-Plaza, Anzeiger-Hochhaus und jetzt im Capitol: Zum dritten Mal spielen Daniel Grunenberg und Carolin Niemczyk vom Elektropop-Duo Glasperlenspiel in diesem Jahr in Hannover Quelle: Frank Wilde
Hannover

Am Freitag tritt die Elektropop-Band Glasperlenspiel im Capitol auf. Im Interview sprechen sie über Hannover, ihr neues Album und wie es sich anfühlt, vor 50.000 Menschen zu performen.

Carolin Niemczyk, Daniel Grunenberg, Ihre Tournee führt Sie nach Hannover. Gibt es eine besondere Verbindung zur Stadt?

Niemczyk: Man sagt ja immer die Menschen im Norden seien sehr unterkühlt. Das können wir so nicht unterschreiben. Wir hatten immer viel Spaß, wenn wir dort gespielt haben. Außerdem ist Mousse T. ein richtig cooler Hannoveraner. Er ist mittlerweile ein sehr guter Freund geworden und jemand, der die Musikszene dort und auch in ganz Deutschland geprägt hat.

Wie war es für Sie, vor 50 000 Zuschauern beim 125-Jahre-Jubiläum der Mediengruppe Madsack vor dem Anzeiger-Hochhaus aufzutreten?

Grunenberg: Bei 50 000 Menschen hast du eine unfassbare Energie am Start. Das ist ein fast schon unrealistisches Gefühl. Es ist die ehrlichste Reaktion, die du bekommen kannst. Du kannst die abgebrühteste Sau sein, aber bevor du auf die Bühne gehst, geht dir echt die Pumpe.

Ähnlich war es mit Helene Fischer, die Sie 2015 auf deren Tour begleitet haben. Wie war die Zusammenarbeit?

Niemczyk: Es war eine unglaubliche Erfahrung für uns. Helene hat uns selbst angefragt, weil sie unseren Song super fand. Wir sind selten so herzlich empfangen worden. Auf der Stadiontour waren einfach wahnsinnige Menschenmassen. Ich habe die ersten Reihen wahrgenommen – der Rest war einfach nur verschwommen.

Hat das Ihrer Bekanntheit noch mal einen Aufschwung gegeben?

Grunenberg: Geschadet hat es bestimmt nicht. Wir haben ja im Schnitt jeden Abend vor 80 000 Menschen gespielt. Danach haben wir öfter gehört: „Hey, wir haben euch bei Helene gesehen.“

Passen Helene Fischer und Glasperlenspiel denn überhaupt zusammen?

Grunenberg: Da darf man gar nicht so engstirnig sein. Am Ende geht es darum, dass Leute gute Musik abfeiern. Als wir noch jung waren, musste man sich für ein Genre entscheiden. Heute ist das anders: Ein geiler Song ist ein geiler Song – ob Metal, Hip-Hop oder Intelligent Dance Music.

Was ist das Besondere an Ihrer aktuellen Platte „Licht und Schatten“ im Vergleich zu den alten?

Grunenberg: Das gesamte Credo der Platte sind Gegensätze – Schwarz und Weiß, Yin und Yang. Auf der Lichtseite sind die Songs, die man von uns kennt, und auf Schattenseite sind Remixe für den Club und die Nacht. Beides gehört im Leben dazu.

War es auch Ihr Ziel, ein noch größeres Publikum mit den verschiedenen Stilrichtungen anzusprechen?

Niemczyk: Unsere Schattenseite gibt es schon länger. Wir sind große Fans der Inteligent Dance Music und haben irgendwann angefangen, unsere Songs live zu remixen. Schon früher fand ich die Schallplatten meiner Eltern Depeche Mode und Kraftwerk cool. Daher kommt der elektronische Einschlag.

Haben Licht und Schatten als Metaphern noch eine andere Bedeutung?

Grunenberg: Wir beide sind privat sehr unterschiedlich und schon lange als Duo unterwegs. Dieser Gegensatz hat immer gut funktioniert.

Sie singen, Sie seien keine Royals oder Kings – haben Sie als bekannte Musiker noch ein normales Leben?

Niemczyk: Es ist immer eine Frage der Sichtweise. Für uns ist es ein normales Leben – ein Leben, das wir lieben. Letzte Woche war ich mit einer Freundin zu Hause am Bodensee tanzen. Da werde ich hin und wieder erkannt. Die häufigste Reaktionen ist: „Du bist ja voll normal, hätte ich jetzt gar nicht gedacht.“ Und dann sage ich: „Ja, warum denn nicht?“

Sie bezeichnen sich selbst als Elektropop-Künstler. Wo ist die Abgrenzung zu anderen im Pop?

Grunenberg: Es gibt keine andere Band in Deutschland, die so einen Sound macht. Das hängt bei uns mit dem zusammen, von was wir geprägt wurden, als wir aufgewachsen ist. Das Verschmelzen der Welten großer Popsongs und das elektronische Experimentieren machen Glasperlenspiel aus.

Von Sebastian Stein

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