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Stadt Hannover Greift ein Serientäter gezielt ältere Menschen an?
Aus der Region Stadt Hannover Greift ein Serientäter gezielt ältere Menschen an?
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07:01 26.05.2017
Hängen die brutalen Übergriffe in Hainholz und Stöcken miteinander zusammen? Quelle: Elsner
Hannover

Eine 91-Jährige kam Mitte Mai ums Leben, eine 82-Jährige liegt seit Ende November im Koma. Beide Frauen wohnten nur wenige Hundert Meter voneinander entfernt in Hainholz. Nun wurde auch ein 96-Jähriger in seiner Stöckener Wohnung lebensgefährlich verletzt. Sowohl Kriminalpolizei als auch Staatsanwaltschaft sind alarmiert.

Immer Senioren im Norden

„Es fällt auf, dass es immer Senioren in Hannovers Norden sind“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Beide Frauen wurden nieder- beziehungsweise erschlagen. Auch beim 96-Jährigen geht die Polizei „aufgrund der Gesamtumstände“ von einem Gewaltverbrechen aus. Weitere Details nennt sie vorerst nicht. Womöglich könnte aber ein Zusammenhang zwischen allen drei Taten bestehen. Der Rettungsdienst fand den lebensgefährlich verletzten 96-Jährigen am Dienstag in dessen Wohnung an der Flemesstraße. Eine Nachbarin in dem Mehrfamilienhaus hatte sich zuvor Sorgen um den Rentner gemacht, weil er längere Zeit nicht mehr gesehen wurde. Die Rettungskräfte brachten den Mann umgehend ins Krankenhaus. Sein Zustand sei nach wie vor kritisch.

"Minutiöse Spurensuche"

Die beiden Tatorte in Hainholz liegen knapp 600 Meter voneinander entfernt, die Flemesstraße in Stöcken, Wohnort des 96-Jährigen, befindet sich in knapp 4,5 Kilometern Entfernung. „Wir schauen da ganz genau hin“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge. Das Landeskriminalamt sei dabei, alle Spuren „minutiös auszuwerten“. Hinweise auf den oder die Täter gibt es aber offenbar in allen drei Fällen bislang nicht. Auch das Motiv ist ungewiss, möglicherweise könnten es Raubüberfälle gewesen sein. Erst vor Kurzem veröffentlichte die Polizei ein Foto der getöteten Etya V., doch eine entscheidende Spur erhielt sie dadurch nicht.

Von Peer Hellering

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