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Stadt Hannover Exil-Iraner demonstrieren vor dem INI
Aus der Region Stadt Hannover Exil-Iraner demonstrieren vor dem INI
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00:30 15.06.2018
Iranische Demonstranten protestieren am Dienstg vor dem INI Quelle: Morchner
Hannover

Rund 30 Gegner des iranischen Regimes haben am Dienstag in Groß-Buchholz demonstriert. Ihr Protest vor dem International Neuroscience Institut (INI) richtete sich insbesondere gegen den angeblichen Aufenthalt eines umstrittenen iranischen Richters in der Klinik. Gholam-Reza Mansouri soll im Iran für die Inhaftierung zahlreicher Journalisten und die Zensur des Internets verantwortlich sein. Madjid Samii, der Leiter des INI, hatte gegenüber der HAZ bestritten, dass sich der iranische Richter in seiner Klinik aufgehalten hat. INI-Geschäftsführer Martin Kohnert sprach in einer Stellungnahme sogar von öffentlichen Falschmeldungen und übler Nachrede.

Iranische Aktivisten sind seit Tagen damit befasst, Informationen über den Aufenthaltsort von Gholam-Reza Mansouri zu erhalten. „Die deutsche Botschaft hat uns bestätigt, dass Mansouri ein Visum für die Einreise nach Deutschland erhalten hat“, sagt einer der Demonstranten vor dem INI. Für den hannoverschen Bundestagsabgeordneten der Grünen, Sven-Christian Kindler, ist diese Frage allerdings noch offen. „Ich habe eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, um zu erfahren, ob Herr Mansouri tatsächlich nach Deutschland eingereist ist“, sagte der Abgeordnete der HAZ.

Sollte das bestätigt werden, könnte Gholam-Reza Mansouri der zweite hochrangige Regime-Unterstützer sein, der im INI behandelt wurde. Anfang Januar hatte sich Ayatollah Shahroudi im INI seines Landsmannes Madjid Samii einer Operation unterzogen. Über den Kurznachrichtendienst Twitter wurde damals ein Foto verbreitet, dass Samii am Krankenbett des Ayatollah zeigte. Madjid Samii war bereits im Jahr 2005 in die Kritik von Menschenrechtlern geraten, weil er damals den usbekischen Innenminister Sakir Almatov behandelt hatte, der für die blutige Niederschlagung eines muslimischen Aufstandes in der Stadt Andischan verantwortlich gewesen sein soll.

Von Tobias Morchner

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