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Stadt Hannover Gymnasien fordern mehr Krisenhilfe
Aus der Region Stadt Hannover Gymnasien fordern mehr Krisenhilfe
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19:19 20.09.2015
Von Saskia Döhner
Braucht mehr Beratungslehrer: Wilhelm Bredthauer von der Goetheschule. Quelle: Gabriel Poblete Young
Hannover

Derartige Fälle gebe es auch an Gymnasien, sagt Wilhelm Bredthauer von der Goetheschule. Nur leider fehle die entsprechende Unterstützung. „Wir haben einen Beratungslehrer, eigentlich brauchen wir drei“, sagt der Schulleiter. Auch Direktorin Beate Günther (Schillerschule) kämpft seit Jahren um einen zweiten Beratungslehrer. „Die Arbeit ist exorbitant geworden.“ Besonderen Bedarf gibt es nach Angaben der Schulen für Jugendliche, die die Jahrgänge 8 bis 10 besuchen.

Beratungslehrer werden von Schulpsychologen geschult, aber die sind in Niedersachsen rar, auch wenn die rot-grüne Landesregierung ihre Zahl zuletzt auf 70 aufgestockt hatte. Die Warteliste für die Schulungen zum Beratungslehrer sind lang. Hinzu kommen neue Anfragen angesichts der wachsenden Flüchtlingszahlen.

Auch ein Sozialarbeiter - an Hauptschulen ein Muss - fehlt an den meisten Gymnasien. „Ein fester Sozialarbeiter als zentraler Ansprechpartner wäre toll“, meint etwa Kurt Veith von der Leibnizschule. Ruth Völker vom Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium hält Sozialarbeiter mit festen Sprechzeiten ebenfalls für „sehr wünschenswert“. Auch Schulverweigerern könnte so besser geholfen werden, sagt Brigitte Helm von der Sophienschule. Eckhard Franklin von der Käthe-Kollwitz-Schule betont, dass die zwei Beratungslehrer des Gymnasiums gut ausgelastet seien. „Einen Schulsozialarbeiter wünschen wir uns zur Unterstützung schon sehr lange, der Bedarf ist vorhanden“, sagt Franklin. „Leider sind unsere Anfragen und Anträge bisher immer abgelehnt worden.“

Für Heinrich Frommeyer von der Bismarckschule kann ein Sozialarbeiter an offenen Ganztagsschulen nur von Nutzen sein. Das sei auch gar nicht auf Gymnasien beschränkt, findet er.

Rund 400 Demonstranten haben am Sonnabend in der Innenstadt auf die aktuellen Konflikte zwischen Kurden und Türken in der Türkei aufmerksam gemacht. Die größtenteils kurdischen Teilnehmer der Kundgebung protestierten zudem gegen die von ihnen empfundene Kriminalisierung ihres Volkes in der Türkei, aber auch in Deutschland.

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