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Stadt Hannover HCC-Gäste frieren bei Konzert-Gala im Kuppelsaal
Aus der Region Stadt Hannover HCC-Gäste frieren bei Konzert-Gala im Kuppelsaal
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00:17 14.01.2017
Von Andreas Schinkel
Der Kuppelsaal beeindruckt mit neuer Akustik, aber die Lüftung ist veraltet. Quelle: Rainer Droese
Hannover

7 Millionen Euro hat die Erneuerung des Kuppelsaals gekostet, für Akustik und Erscheinungsbild von einem der größten deutschen Konzertsäle gab es viel Lob von allen Seiten. Doch bei einer Konzert-Gala vor einigen Tagen klagten nicht wenige Besucher über eiskalte Zugluft auf ihren Plätzen. „Es zog derart, dass wir in der Pause die Mäntel geholt haben“, berichtet HAZ-Leser Bernhard Wellerdick. Er und seine Frau seien nicht die einzigen Zuhörer gewesen, die den Rest des Walzer-Abends im Mantel verbrachten. Im Hannover Congress Centrum (HCC) sind nach der Johann-Strauß-Gala mehrere Beschwerden über kalte Zugluft eingegangen. „Wir nehmen das ernst und suchen nach der Ursache“, sagt HCC-Direktor Joachim König.

Die Lüftungsanlage in dem historischen Gebäude ist veraltet und sollte eigentlich ausgetauscht werden. Doch die Kosten für ein neues Lüftungssystem hätten mehrere Millionen Euro betragen. Daher begnügte man sich mit der akustischen und optischen Sanierung des Saals.

„Möglicherweise liegt der Fehler in der Steuerung der Lüftungsanlage“, sagt König. Es könne aber auch sein, dass während des Konzertabends Türen offenstanden. Schon einmal habe es Klagen über penetrante Gerüche im Kuppelsaal gegeben. „Da hatte das Küchenpersonal seine Türen geöffnet“, sagt der HCC-Direktor. Ein Kamineffekt sorgte dafür, dass die Essensgerüche direkt in den Konzertsaal zogen.

Besucher der Walzer-Gala haben sich nicht nur über Zugluft beschwert. „Die Abgabe an der Garderobe dauerte sehr lange“, sagt HAZ-Leser Wellerdick. Länger als zehn Minuten habe er in der Schlange warten müssen. Das will der HCC-Chef nicht bestätigen, räumt aber ein, dass sich ein Stau gebildet habe. „Die Ursache liegt darin, dass etwa 1000 Gäste innerhalb von 20 Minuten angekommen sind“, sagt er. Da blieben Wartezeiten an der Garderobe nicht aus. Zudem verweist König auf die hohe „Abgabequote“. Üblicherweise gäben rund 60 Prozent der Besucher ihre Jacken ab, beim Walzer-Abend seien es etwa 80 Prozent gewesen. „Richtige Probleme beim Garderobenservice hatten wir nur beim ersten Konzert nach der Renovierung“, sagt König. Darauf habe man reagiert und den Dienstleister gewechselt.

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