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Stadt Hannover Stadt soll am Raschplatz endlich durchgreifen
Aus der Region Stadt Hannover Stadt soll am Raschplatz endlich durchgreifen
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00:17 03.03.2017
„Massive Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs“: Dauerproblem Raschplatz. Quelle: Alexander Körner
Hannover

„Die Situation vor Ort ist weder für unsere Kunden, noch für unsere Angestellten erfreulich“, sagt Rossmann-Sprecher Stephan-Thomas Klose. „Es ist eine massive Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs.“ Erst im Herbst 2016 habe es ein Gespräch mit der Stadt gegeben, „aber seitdem ist nicht viel passiert“.

Deshalb gab es vor ein paar Tagen erneut ein Krisentreffen mit der HRG, der Betreiberin des Platzes – auf Drängen der umliegenden Geschäfte. In der Einladung heißt es, die Passarelle dürfe „kein weiteres Ruf schädigendes Image“ erhalten. Die Geschäfte würden monatlich Geld verlieren, wenn nur ein paar Kunden die Promenade und den Raschplatz meiden. Und das nur, „weil eine Hausverwaltung nur an Profit denkt“, wie es im Einladungsschreiben heißt. „Es ist fünf vor Zwölf.“

Rossmann-Sprecher Klose bestätigt das und nennt es einen „Spießrutenlauf“, den die Kunden auf dem Weg in die Bahnhofs-Filiale zu absolvieren hätten. Neben dem Drogeriemarkt seien vorrangig die Filialen von Lidl, der Back-Factory und die Läden am angrenzenden Gang der Promenade betroffen. Klose: „Immerhin ist es für viele Bahnreisende der erste Eindruck, den sie von Hannover bekommen.“

Hannoveraner finden den Raschplatz eklig.

Seitens der Stadt verweist man hingegen auf die vielen Maßnahmen, die bereits getroffen wurden. Bahn, HRG, Handel und Polizei seien seit Längerem in Kontakt. „So sind bei der HRG die Zeitabstände zwischen den Kontrollgängen des Sicherheitsdienstes verkürzt worden“, sagt Stadtsprecher Andreas Möser. Außerdem habe die HRG ihre Reinigungsintervalle erhöht, im vergangenen Sommer traten zudem bei der Kulturveranstaltung „Summer in the City“ mehrere Bands und Solokünstler hinter dem Bahnhof auf. So sank die Zahl der Trinker nach Angaben der Stadt zuletzt immerhin von zuvor 40 bis 50 auf nur noch zehn bis 20 – gemessen allerdings im kalten Dezember. Darüber hinaus seien Streetworker und ein Sicherheitsdienst im Einsatz.

Aus Sicht der Gewerbetreibenden ist das aber noch längst nicht genug. „Die Szene muss ans Licht“, sagt Rossmann-Sprecher Klose. Stattdessen würden die Trinker weiterhin „im etwas schummrigen Licht und unter dem Wetterschutz sitzen“. Den Geschäften blieben bloß Hausverbote, auf dem Platz selbst „kann aber nur die Stadt aktiv werden“, sagt Stephan-Thomas Klose. Wenigstens ein kleiner Lichtblick: Die HRG will die Flächen unterhalb der Bahnhofstreppe in den kommenden zwei Jahren umgestalten. Die dunklen Ecken sollen verschwinden und mehr Platz für Geschäfte entstehen.

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