Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Halter des toten Katers Gizmo muss zahlen
Aus der Region Stadt Hannover Halter des toten Katers Gizmo muss zahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:31 29.09.2015
Von Michael Zgoll
Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Seit gut vier Jahren versucht ein früherer Katzenbesitzer, um das Bezahlen einer Rechnung der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) Hannover herumzukommen. Es geht um einen Betrag von 1479 Euro für eine Behandlung im Mai 2011, die den Tod des elfjährigen Katers Gizmo nicht verhindern konnte. Dienstag erlitt der aus Braunschweig stammende Beklagte am Amtsgericht Hannover eine erneute Schlappe. Richterin Catharina Schwind verhängte ein zweites Versäumnisurteil im Sinne der TiHo; weder der ehemalige Halter noch sein Anwalt waren zur Verhandlung erschienen. Ein wenig bizarr wirkt der Fall, weil der Besitzer Gizmos Kadaver per Tiefkühltransport von Hannover nach Detmold überführen ließ, um die Todesursache beim Veterinäramt Ostwestfalen-Lippe überprüfen zu lassen.

Als der europäische Kurzhaarkater im Frühjahr 2011 in die TiHo gebracht wurde, ging es ihm schlecht. Er fraß und trank kaum, wirkte apathisch. Die Tierärzte diagnostizierten leichtes Übergewicht und Blutarmut, behandelten ihn auch mit Blick auf eine mögliche Infektion. Um Gizmo wieder auf die Beine zu helfen, wurden ihm zudem drei Bluttransfusionen verabreicht, jede 268 Euro teuer. Sie stammten von einem Artgenossen mit der gleichen Blutgruppe; blutspendende Katzen müssen gesund, geimpft und entwurmt sein, sollten nicht älter als sieben Jahre alt sowie häuslich und pflegeleicht sein. Leider brachte die Frischzellenkur den Patienten nur vorübergehend auf Trab - elf Tage nach seiner Einlieferung starb der Kater.

Die Tierärzte in Detmold obduzierten den aufgetauten Gizmo, diagnostizierten ebenfalls Fettleibigkeit, Blutarmut - und einen Herzfehler. Dieser Herzfehler, argumentierte der Katzenhalter fortan, sei ursächlich für Gizmos Tod gewesen; die Bemühungen der Mediziner der TiHo seien insofern unnütz gewesen und müssten nicht entgolten werden.

Das sah Richterin Schwind bereits im August anders. Sie konnte keinen Diagnose- oder Behandlungsfehler der hiesigen Ärzte erkennen. Doch unverdrossen versucht der Tierhalter, seine Niederlage vor Gericht weiter hinauszuzögern. Am Dienstag aber stufte Schwind das Fehlen seines Anwalts als unentschuldigt ein - nun bleibt dem Braunschweiger nur noch die Berufung beim Landgericht.

Die Region Hannover rechnet im Haushalt 2016 mit Ausgaben von 32 Millionen Euro für Unterbringung und Lebensunterhalt von Flüchtlingen. Weil weitere Menschen nach Deutschland kommen, ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass dieser Betrag höher ausfallen wird.

Gunnar Menkens 29.09.2015

In Hannover sind in diesem Jahr so viele Menschen getötet worden wie lange nicht mehr – jeden Monat einer. In sieben Fällen hat die Polizei Verdächtige gefasst, zwei sind bisher ungeklärt. Eine Zwischenbilanz.

Tobias Morchner 02.10.2015
Stadt Hannover Prozess am Landgericht Hannover - Vater bietet Sohn zum Missbrauch an

Im Internet bietet ein Belgier seinen Sohn zum Missbrauch an. Ein Mann aus Hameln reist daraufhin nach Mechelen, wo es zu der abscheulichen Tat kommt. Filmaufnahmen davon weisen Fahndern die Spur zum Täter. Am Mittwoch beginnt der Prozess vor dem Landgericht Hannover.

30.09.2015