Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Hunderte bummeln durch Ateliers in der List
Aus der Region Stadt Hannover Hunderte bummeln durch Ateliers in der List
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:11 04.11.2018
„Die Resonanz ist ausgesprochen gut“: Künstlerin Eva-Maria Stockmann in ihrem Atelier am Bonifatiusplatz. Quelle: Samantha Franson
List

Drahtig dreht er seine Runden; das surrende Rauschen erfüllt den Raum: „Death on bicycle“ hat Dietlind Preiss ihre sich bewegende Skulptur genannt. Ein Skelett, gebogen aus goldglänzendem Draht, die Sense geschultert, eine Krone auf dem Totenschädel. So sitzt er auf dem Fahrrad, der Tod. Seine dürren Beine sind immer in Bewegung, nie hört er auf zu treten, und irgendwann wird er jeden einholen.

Die kleine Skulptur der Künstlerin ist ein echter Blickfang im Studio Frîa Hagen in der Kollenrodtstraße. Bereits zum 17. Mal haben Künstler aus der List am ersten Novemberwochenende ihre Arbeitsstätten zum Atelierrundgang geöffnet. In diesem Jahr beteiligte sich rund ein Dutzend Künstler an der Veranstaltung – und Hunderte Besucher kamen in ihre Werkstätten.

„Viele verbinden die Tour mit einem Spaziergang durch den Stadtteil, alle Ateliers sind ja fußläufig erreichbar“, sagt die Künstlerin Wiebke Otte. Der Atelierrundgang zeigt Kunst nicht in der klinischen Situation eines musealen Ausstellungsraumes, sondern dort, wo wie entsteht: „Dabei ergeben sich auch persönliche Gespräche mit den Künstlern“, sagt Otte.

Hochbetrieb in den Ateliers

Das Studio Frîa Hagen ist dabei so etwas wie ein Schnupperort: Alle beteiligten Künstler haben hier eine Art Visitenkarte abgegeben, sie präsentieren sich exemplarisch mit einer Arbeit. Die Besucher können sehen, wie Michaela Hanemann in ihrer Acryl-Kohle-Arbeit „Wolke“ Grautöne und abstrakte Farbigkeit verschmelzen lässt – und sie können in dem Bild nach versteckten figürlichen Darstellungen suchen. Ist das da ein Körper? Formt sich dort ein Gesicht? Oder liest das Auge des Betrachters dies nur in die Formen hinein, weil es Sinn konstruiert?

Wilfried Ohrenberg zeigt hier seine faszinierende Drahtskulptur „Kosmogonia“, Leiv Donnan fängt die Dynamik von Szenen eines Fußballspiels ausgerechnet in Aquarelltechnik ein, und Michael Scheller präsentiert Druckgrafik und Zeichnungen.

In den einzelnen Ateliers herrscht teils Hochbetrieb. Am Bonifatiusplatz, wo Eva-Maria Stockmann lebt und arbeitet, drängen sich zahlreiche Besucher in der Wohnung der Künstlerin. Die 65-Jährige ist seit dem ersten Atelierrundgang 2002 dabei. „Die Resonanz ist ausgesprochen gut“, sagt Stockmann, die seit 26 Jahren hier ihre Wirkungsstätte hat. An allen Wänden hängen hier ihre Werke, sogar ihr Schlafzimmer hat sie für Besucher geöffnet.

In ihren Bildern schichtet sie Graphit, Ölpastell und Guache auf Zeichenkarton, teils verteilt sie die Farben mit Händen und Fingern. So erschafft sie Zeichnungen und Gemälde, in deren atmosphärische Düsternis sich oft ein Hoffnungsschimmer mischt. So folgt jeder der Lister Künstler seinem eigenen Stil – und alle gemeinsam zeigen, wie vielfältig die Kunstszene des Viertels ist.

Von Simon Benne

Gelb blühende Raps-Felder mitten im Herbst? Das fragen sich aktuell viele Spaziergänger und Autofahrer, die in der Region Hannover unterwegs sind. In Wahrheit handelt es sich jedoch um eine häufige Verwechslung mit einer anderen Pflanze.

04.11.2018

Beim letzten Einkaufssonntag in diesem Jahr herrscht in der Innenstadt von Hannover großer Andrang. Für die Kaufleute ist das der Beweis, dass die Kritik von Verdi nicht gerechtfertigt ist. Am Abend zogen die Kinder mit Laternen durch die City.

04.11.2018

Mehr als hundert Falkoniere aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich in Hannover getroffen und am Sonnabend mit ihren Greifvögeln im Stadtgebiet und der Region gejagt.

04.11.2018