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Stadt Hannover Ausstellung über Kurdenmetropole Diyarbakir
Aus der Region Stadt Hannover Ausstellung über Kurdenmetropole Diyarbakir
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14:08 29.10.2018
Politische Akzente: Achim Riemann, Werner Preissner, Hanna Kreisel-Liebermann und Herbert Schmalstieg (v.l.) präsentieren die Ausstellung. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Wenn Hanna Kreisel-Liebermann über Diyarbakir spricht, gerät sie schnell ins Schwärmen: „Die Stadtmauer ist 3000 Jahre alt und gehört zum Unesco-Weltkulturerbe“, sagt die Marktkirchenpastorin. Lange galt die in der Türkei gelegene kurdische Metropole als mögliche Partnerstadt Hannovers. Doch die Pläne liegen längst auf Eis. In den vergangenen Jahren wurden in der Türkei kurdische Bürgermeister abgesetzt, auch Diyarbakir steht unter Zwangsverwaltung. Missliebige Politiker werden verhaftet, 40 Prozent der Altstadt sind zerstört.

In der Marktkirche illustriert die kleine Ausstellung „Diyarbakir“ mit Fotos und Texten jetzt „Zerstörung von Weltkulturerbe und Vielfalt“, wie es im Untertitel heißt. „Die Ausstellung soll auch auf die politische Situation in der Türkei aufmerksam machen“, sagt der langjährige Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg, der sich mit seiner Frau Heidi Merk seit Jahren für die Rechte von Kurden einsetzt.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem sich neben dem DGB und dem rund 100 Personen umfassenden Freundeskreis Hannover-Diyarbakir auch das Jugendaktionsnetzwerk Umwelt und Natur (Janun) beteiligt, das 2013 erstmals mit einer Jugendgruppe in die kurdische Stadt reiste: „Wir waren begeistert von der blühenden Kulturszene“, sagt Janun-Mitarbeiter Achim Riemann. Seither habe sich jedoch viel verändert: „Die Menschen haben selbst im privaten Rahmen Angst, sich frei zu äußern.“

Im Rahmenprogramm der Ausstellung spricht am 5. November, 19 Uhr, in der Marktkirche Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann mit Herbert Schmalstieg und Heidi Maerk. Am 7. November präsentiert der Fotograf Hinrich Schultze um 17 Uhr „Leben in der Altstadt von Diyarbakir. Der syrische Geistliche Mofid Karajili predigt im Gottesdienst am 11. November um 10 Uhr. Und am 14. November, 18 Uhr, spricht der Journalist Faysal Dagli über Pressefreiheit in der Türkei.

Von Simon Benne

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