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Stadt Hannover Avacon legt neue Hochspannungsleitung
Aus der Region Stadt Hannover Avacon legt neue Hochspannungsleitung
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22:17 27.04.2018
Mit Hilfe von Spezialmaschinen wird die unterirdische Trasse für die Stromleitungen vorangetrieben. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

 Längs der Autobahn 2 im zwischen den Stadtgrenzen zu Altwarmbüchen und Langenhagen läuft derzeit eine Baustelle, die Hannover zukunftssicher machen soll – was den Strombedarf angeht. Der Netzbetreiber Avacon lässt dort auf einer Länge von 1,6 Kilometern eine neue  Hochspannungsleitung unter die Erde bringen, die die vorhandene Verbindung aus den 1960er Jahren ersetzt. „Mit dem 110-Kilovolt-Stromkabel versechsfachen wir die Leistungskapazität“, sagt Projektleiter Stefan Drabe von Avacon Netz.

Avacon betreibt das sogenannte übergordnete Netz, das den Strom zu Übergangsstationen leitet. In Hannover übernehmen dann die Stadtwerke Enercity die Weiterverteilung. „Der Strombedarf steigt ständig und wird unter anderem wegen der Elektromobilität weiter zunehmen“, erklärt Drabe. Dafür rüstet der Netzbetreiber auf in drei Abschnitten auf; derjenige in Bothfeld ist der erste.  Er kostet fünf Millionen Euro, insgesamt wird es deutlich in den zweistelligen Millionenbereich gehen.

Die Kabel verlaufen komplett unter der Erde in Tiefen zwischen eineinhalb und acht Metern. Weil moderne Technik zum Einsatz kommt, halten sich die sichtbaren Wühlarbeiten in Grenzen. In oberflächennahen Bereichen fräsen die Arbeiter den Boden auf, legen eine Drainage sowie Leerrohre hinein und verfüllen dann wieder.

Geht es tiefer, kommt ein Horizontalspülverfahren zum Einsatz. „Wir machen zunächst eine Pilotbohrung, unterstützt durch einen Funksender am Bohrkopf zur Richtungskontrolle“, erklärt Bauleiter Salih Yalti von der Rohrleitungsbaufirma Kuhlmann. Im Anschluss treiben die Spezialisten solange weitere Bohrungen durch den Untergrund, bis der für die Leerrohre notwendige Sollquerschnitt von 700 Millimetern erreicht ist. „Das Verfahren erlaubt es, dass wir keine Straßen sperren müssen, wenn wir sie unterqueren“, sagt Baukontrolleur Matthias Sulowski von Avacon. Die Üstra dürfte ebenfalls dankbar sein, denn die Stromtrasse verläuft auch unter der Stadtbahn-Endhaltestelle am Fasanenkrug. Weil die beiden Landschaftsschutzgebiete Obere Wietze und Wietzeaue betroffen sind, gibt es eine ökologische Baubegleitung.

Erst wenn die Leerrohre auf kompletter Strecke verlegt sind, lässt Avacon bis zum Spätsommer die eigentlichen Kabel einziehen. Das ist aber längst nicht das Ende des Projektes. Es folgen bis 2022 zwei weitere Abschnitte über den Bereich Vahrenwalder Straße Richtung Umspannwerk Stöcken samt vorgeschaltetem Planfeststellungsverfahren. „Das wird komplizierter, weil mehr bebautes Gebiet betroffen ist und wir die Autobahn und den Mittellandkanal unterqueren müssen“, erklärt Drabe.

Von Bernd Haase

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