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Stadt Hannover Ausstellung zeigt Wege zum Bauhaus
Aus der Region Stadt Hannover Ausstellung zeigt Wege zum Bauhaus
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19:17 08.02.2019
„Inkunabel der Moderne“: Reiner Zittlau in der Bauhaus-Ausstellung. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Was für ein Kontrast. Hier das Neue Rathaus in Hannover, dort das Fagus-Werk in Alfeld, das seit 2011 zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Die beiden Bilder sind dicht beieinander platziert. So wird augenfällig, welche Welten zwischen den beiden Gebäuden liegen, obwohl diese fast zeitgleich entstanden: Während Architekten sich andernorts noch großzügig im Fundus historischer Stilvorlagen bedienten, schuf Walter Gropius mit seinem schlichten Industriebau in Alfeld 1911 etwas bahnbrechend Neues.

„Das Fagus-Werk ist eine Inkunabel der modernen Architektur“, sagt Reiner Zittlau. Mit seinem Team hat der Bau- und Kunstdenkmalpfleger die Ausstellung „Auf dem Weg zum Bauhaus – das Erwachen der Moderne in Niedersachsen“ gestaltet. Auf mehr als 30 Schautafeln illustriert diese jetzt im Landesamt für Denkmalpflege mit zahlreichen Architekturfotos und Texten, welch innovative Kraft von Gropius schon ausging, ehe dieser 1919 – vor genau 100 Jahren – im Weimar schließlich seine legendäre Bauhaus-Schule gründete.

„Das Bauhaus steht für eine industrialisierte, mobile und internationale Welt, für eine sachlich ornamentlose Gestaltung aller Lebensgereiche“, sagte Landesamtspräsidentin Christina Krawczyk bei der Eröffnung. Allerdings zeigt die Ausstellung auch, dass der Neuerer Gropius durchaus Vorbilder hatte: „Ornament ist Verbrechen“ hatte der Wiener Architekt Adolf Loos schon vor ihm gewettert, und auch sonst nahm Gropius stilistische Anleihen bei diversen Kollegen.

Die kleine, aber sorgsam gestaltete Ausstellung zeigt, wie die Bauhaus-Vertreter in einer Zeit allgemeinen Aufbruchs ihren eigenen Stil pflegten – und wie sich dieser allmählich etablierte. Und sie zeigt, wie viele bedeutende Architekten in jener Zeit in Niedersachsen wirkten.

Die Ausstellung ist im Landesamt für Denkmalpflege, Scharnhorststraße 1, bis zum 23. Juni montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr zu sehen.

Von Simon Benne

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