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Stadt Hannover Bessere Standards für Obdachlosenunterkünfte
Aus der Region Stadt Hannover Bessere Standards für Obdachlosenunterkünfte
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00:34 09.06.2018
Die Stadt muss immer mehr Obdachlose in Hannover unterbringen. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Hannover

Eine feste soziale Betreuung durch Fachpersonal, ein Mindestmaß an menschenwürdiger Privatsphäre und ein für Obdachlose qualifizierter Wachdienst – mit diesen Änderungen bei den Qualitätsstandards ist das neue Konzept der Stadtverwaltung zur Unterbringung von Obdachlosen am Mittwoch beschlossen worden. Beteiligt waren in einer gemeinsamen Sitzung gleich vier Ausschüsse: Bauauschuss, Sozialausschuss, Gleichstellungsausschuss und Internationaler Ausschuss. Nicht durchsetzen konnte sich die CDU mit einem Antrag, das derzeitige Flüchtlingswohnheim in der Lammstraße ausschließlich mit Frauen zu belegen. Die Verwaltung will dort obdachlose Männer unterbringen. Dem folgten die Ausschüsse in der Sitzung mehrheitlich bis auf CDU und AfD.

Man habe bereits eine reine Unterkunft für 50 obdachlose Frauen sowie 10 Sleep-In-Plätze in der Unterkunft in der Langensalzastraße vorgesehen, argumentiert die Verwaltung. Diese sei deutlich geeigneter für Frauen, weil es dort mehr Gemeinschaftsküchen und mehr Gemeinschaftsräume für die Betreuung von Kindern gebe. Bezirksbürgermeisterin Cornelia Kupsch (CDU) aus dem Stadtbezirk Mitte hielt dem entgegen, dass man unter anderem am Weißekreuzplatz schon Probleme mit Trinkern habe. Ob es so günstig sei, in der Nachbarschaft jetzt auch noch eine Unterkunft mit 40 obdachlosen Männern zu eröffnen, die oft auch mit Suchtproblematiken zu kämpfen hätten, sei dahingestellt. Außerdem bräuchten Frauen eine Unterkunft in der Nähe der City, weil weitere Wege gerade abends für sie auch mit Gefahren verbunden seien.

Streit gab es darüber, was ein Mindestmaß an menschenwürdiger Privatsphäre in einer Unterbringung ist. Dirk Machentanz von der Gruppe Die Linke/Piraten kritisierte, dass es in den bestehenden Obdachlosenunterkünften immer noch Vier-Bett-Zimmer gebe. Gerade für Frauen sei dies ein Hemmnis, sie zu nutzen. Beschlossen wurde am Mittwoch auch, dass künftig für jeden Maneschen, der als Obdachloser in einer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht wird, zumindest ein abschließbarer Spind zur Verfügung gestellt wird. Wilfried Engelke (FDP) hielt dem entgegen, dass die Verwaltung sowieso nur in den Schlichtwohnungen kein Mobiliar zur Verfügung stelle. In den Gemeinschaftsunterkünften stehe bereits jetzt jeden Bewohner ein Spind, ein Bett, ein Stuhl und pro Zimmer ein Tisch zur Verfügung.

Mit dem neuen Unterbringungskonzept für Obdachlosen trägt die Stadt der Tatsache Rechnung, dass die Zahl der wohnungslosen Menschen in Hannover seit Jahren stetig steigt. Die Stadt muss insgesamt 550 neue Plätze für Obdachlose schaffen. Dafür wandelt sie unter anderem Flüchtlingsunterkünfte in Obdachlosenunterkünfte um.

Von Jutta Rinas

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