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Stadt Hannover Hannover verhängt Kastrationspflicht für freilaufende Katzen
Aus der Region Stadt Hannover Hannover verhängt Kastrationspflicht für freilaufende Katzen
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00:16 28.10.2018
Eine streunende Katze (Symbolbild). Quelle: Angelika Warmuth/dpa
Hannover

Hannoveraner müssen demnächst ihre Hauskatzen kastrieren und registrieren lassen, ansonsten droht ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro. Ausgenommen sind Katzen, die nur in Wohnungen leben und nicht ins Freie gelangen. Das besagt im Kern die neue Katzenschutzverordnung, die der Finanzausschuss des Rates am Donnerstag einstimmig beschlossen hat. „Die Katzen werden es uns danken“, sagte Grünen-Ratsfrau Renee Steinhoff.

Mit der Kastrations- und Kennzeichnungspflicht will die Stadtverwaltung der unkontrollierten Vermehrung von streunenden Katzen Einhalt gebieten. Insgesamt 17.600 registrierte Hauskatzen leben in Hannover, davon sind 3837 nicht kastriert. Nur ein Fünftel der Katzenbesitzer lassen ihre Tiere nach Einschätzung der Stadt freiwillig registrieren.

Der Tierschutzverein Hannover hat in der Zeit vom 1. Januar 2017 bis 1. August 2018 678 Hauskatzen als herrenlose Tiere aufgenommen. Streunende, wild lebende Katzen sind oft mit Erregern infiziert, die zum Teil auch auf den Menschen übergehen können. Auch von den Ausscheidungen der Tiere gehe eine „abstrakte Gefahr“ aus, heißt es in einem Verwaltungspapier.

Neue Verordnung wohl schon 2019

Sobald der Rat seine abschließende Zustimmung gibt, gilt die neue Verordnung ab 1. Januar 2019. Dann müssen Katzenhalter, die ihre Tiere auch im Freien herumlaufen lassen, ihre Hausgenossen registrieren und kastrieren lassen. Eine Kastration kostet bei männlichen Tieren 85 Euro, bei weiblichen 140 Euro. Tierärzte nehmen den Eingriff vor. Die Kastrationspflicht betrifft Katzen ab einem Alter von fünf Monaten. In diesem Alter müssen die Tiere auch mittels Mikrochip registriert werden.

In die Pflicht genommen werden nicht nur Katzenhalter. Auch diejenigen, die herrenlosen Tieren regelmäßig Futter an einem bestimmten Ort anbieten, müssen die Katzen kastrieren und kennzeichnen lassen. Wer dagegen verstößt, muss Bußgeld zahlen. Bis zu 5000 Euro seien möglich, sagt die Stadt, aber das sei nur der Rahmen. Die Schwere des Verstoßes müsse im Einzelfall ermittelt werden.

Bis zu 5000 Euro Bußgeld möglich

Um die Kastration wild lebender Exemplare kümmern sich verschiedene Tierschutzvereine. Die Arztkosten finanzieren sie aus eigenen Mitteln, Zuschüsse kommen aus der Landeskasse. Rund 200.000 Euro stellt das Land jährlich bereit – für Vereine in ganz Niedersachsen.

In der Ratspolitik kommt die neue Verordnung gut an. Die Grünen sind froh, dass nach langem Drängen die Kastrationspflicht endlich auf den Weg gebracht wurde. Die FDP weist daraufhin, dass die Verordnung auch ein Beitrag zum Gesundheitsschutz sei, für Tiere und Menschen. „Die meisten Großstädte haben eine solche Verordnung“, sagt SPD-Ratsherr Jens Menge.

Von Andreas Schinkel

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