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Stadt Hannover 23 Pakete: Postbote wegen Unterschlagung verurteilt
Aus der Region Stadt Hannover 23 Pakete: Postbote wegen Unterschlagung verurteilt
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00:35 30.04.2018
Verteidiger Heiko Friedrich Müller (r.) drang mit seiner Forderung nach Freispruch nicht durch: Paket-Auslieferungsfahrer Marin S. wurde verurteilt. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

 Ein früherer Auslieferungsfahrer des Postunternehmens DHL ist am Freitag zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt worden. Amtsrichter Lars Römermann sprach Marin S. der Unterschlagung in 23 Fällen schuldig. Der 30-Jährige hatte zwischen August 2015 und Oktober 2016 in einem Zustellbezirk in der Südstadt immer wieder Pakete und Päckchen verschwinden lassen. So gelangte S. in den Besitz von Laptops und Handys, Staubsaugern und Bügeleisen sowie Messerblöcken und Kleidungsstücken, die an Kunden im Beritt zwischen Simrockstraße und Stresemannallee adressiert waren. Der Gesamtwert der unterschlagenen Waren beträgt gut 12.200 Euro. 

Kein normaler Schwund

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Postbote Pakete als zugestellt eingescannt hatte, die ihren wahren Bestimmungsort nie erreichten. Auch fälschte der Betrüger Unterschriften, um ein Abliefern der Sendungen zu belegen. Der Angeklagte hatte behauptet, dass ein gewisser Schwund bei der Zustellung von Paketen normal sei; möglicherweise hätten auch Diebe Pakete aus seinem Lieferwagen entwendet. So plädierte Verteidiger Heiko Friedrich Müller denn auch auf Freispruch.

Doch Lars Römermann stellte fest, dass die Angaben des Angeklagten zum Pakete-Schwund nur Ausflüchte waren: „Sie haben mich angelogen.“ Der Richter ging in seinem Strafmaß sogar drei Monate über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus. Außerdem muss Marin S. 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten und die 12.200 Euro Schadenssumme zurückzahlen – wenn er denn kann. Der entsprechende Rechtstitel hat immerhin 30 Jahre Bestand.

Von MIchael Zgoll

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