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Stadt Hannover Sprengel Museum verzeichnet Besucheransturm
Aus der Region Stadt Hannover Sprengel Museum verzeichnet Besucheransturm
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09:23 16.03.2018
Es wirbelt nicht nur vor dem Eingang des Sprengel Museums, auch in den Ausstellungsräumen ist viel los. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Museum einen Besucheransturm. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

 Das Sprengel Museum verzeichnet im vergangenen Jahr einen Besucheransturm, Historisches Museum und Schlossmuseum müssen einen Rückgang hinnehmen, und im Museum August Kestner steigt die Zahl der Gäste leicht an, bleibt aber auf niedrigem Niveau. Das zeigt, grob zusammengefasst, die neueste Besucherstatistik für die städtischen Museen. Unterm Strich haben im vergangenen Jahr ähnlich viele Menschen städtische Kultureinrichtungen besucht wie in 2016. Die Ausschläge nach oben und unten im Sprengel Museum und im Historischen Museum haben ihre Gründe. 

Sprengel Museum: 162.000 Menschen haben sich im vergangenen Jahr moderne Kunst im Sprengel Museum angeschaut, rund 13.500 mehr als in 2016. Die Museumsleitung führt den Erfolg auf drei große Ausstellungen zurück, die Sammlung „130 % Sprengel“, „Made in Germany Drei“ und „revonnaH. Kunst der Avantgarde in Hannover 1912 – 1933“. Museumsdirektor Reinhard Spieler erinnert daran, dass sein Haus vom Kunstkritikerverband zum „Museum des Jahres 2017“ gekürt wurde, auch ist der „Deutsche Betonpreis“ an das Sprengel Museum gegangen – für den anthrazitfarbenen Anbau aus selbigem Material.

Historisches Museum: Die Besucherzahlen sind in 2017 von rund 58.000 auf rund 47.000 zurückgegangen. Museumsdirektor Prof. Thomas Schwark erklärt den Schwund mit einer Teilschließung seines Hauses. „Die erste und zweite Etage des Museums sind seit Mitte 2017 geschlossen“, sagt er. Die Ausstellungsräume am Hohen Ufer werden umgebaut und neu gestaltet. In diesem Jahr setzt Schwark auf Ausstellungen, die zum Mitmachen ermuntern, etwa „Geschichte spielen“ mit Playmobil-Figuren.

 Schlossmuseum Herrenhausen: Die Ausstellungen in den beiden Schlossflügeln sowie im unterirdischen Verbindungsgang haben in 2017 rund 10.000 Besucher weniger angezogen. Die Zahl sank auf knapp 60.000 Gäste. Direktor Schwark sieht einen Grund darin, dass es im Sommer eine längere Umbauphase gegeben habe. „Ein Flügel des Museums war zu der Zeit nicht zugänglich“, sagt er. Dennoch scheint sich die Stadtverwaltung darüber im Klaren zu sein, dass die Ausstellungen zur Welfen- und Gartengeschichte wenig attraktiv sind. Zusammen mit dem Sprengel Museum wird eine grundlegende Neukonzeption entwickelt.

Museum August Kestner: Das kulturhistorische Museum verzeichnet einen leichten Besucheranstieg um rund 2 Prozent, mit rund 35.500 bleibt die Zahl der Gäste aber gering. Auch wenn der Vergleich hinken mag: Die Schmetterlingsschau „Gaukler der Tropen“ im Berggarten hat in fünf Wochen 45.000 Besucher angezogen. Dennoch ist man im Kestnermuseum erfreut über den kleinen Zugewinn. „Es bewähren sich die etablierten Vermittlungsformate, insbesondere das Familienprogramm“, sagt Museumsdirektor Schwark.

Galerie Kubus: Der Raum neben der alten VHS am Friedrichswall hat in 2017 rund 9.200 Besucher angezogen, etwas mehr als im vergangenen Jahr.

Kommunales Kino: Mit diversen Reihen und Sonderthemen findet das Filmkunst-Theater im Künstlerhaus weiterhin sein Publikum. Rund 25.500 Filmfans schauten sich die Werke im vergangenen Jahr an, etwas weniger als im Vorjahr.

Stadtbibliothek: Büchereien haben im Zeitalter des Internets keineswegs ausgedient, im Gegenteil. Mehr als vier Millionen Entleihungen und Downloads registrierte die Stadtbibliothek im vergangenen Jahr und rund 1,5 Millionen Besuche. Damit bewegt sich die Einrichtung auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Musikschule Hannover: Das Erlernen von Musikinstrumenten und das Zusammenspiel im Ensemble erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Zahl der Musikschüler steigt, bei den Workshops und Mitmachaktionen hat sich die Teilnehmerzahl in 2017 sogar verdoppelt. 

Stadtteilkulturarbeit: Die Kulturtreffs und Stadtteilzentren verzeichnen insgesamt steigende Besucher. Knapp 774.000 Menschen haben die zehn Stadtteileinrichtungen im vergangenen Jahr aufgesucht.

Von Andreas Schinkel

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