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Advent beginnt mit 220.000 City-Besuchern

Gedränge in Hannovers Innenstadt Advent beginnt mit 220.000 City-Besuchern

Mehr als 200.000 Menschen haben am ersten Adventssonnabend für dichtes Gedränge in der Innenstadt und auf dem Weihnachtsmarkt gesorgt. Hannovers Händler sind hochzufrieden, haben aber dennoch Grund zu klagen.

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Hannovers Innenstadt und der Weihnachtsmarkt waren am ersten Adventssonnabend gut besucht.

Quelle: von Ditfurth

Hannover. Mit bester Laune und roten Nasen steht die Frauengruppe am Glühweinstand an der Marktkirchenbühne. Links hält Heidi Kay einen dampfenden Becher, am rechten Handgelenk baumelt routiniert eine große Einkaufstüte. „Weinachtsschmuck aus dem Erzgebirge", sagt sie und hebt die Tüte an. Per Reisebus ist der Frauenverein aus dem schleswig-holsteinischen Wasbeck nach Hannover gekommen - voll besetzt mit 41 Teilnehmerinnen. „Wir sind hier, weil der hannoversche Weihnachtsmarkt so schön sein soll", sagt Renate Staben. Und sie seien nicht enttäuscht worden, sagen die Frauen. Besonders der historische Teil mit seinen Gauklern und Stelzengehern hat es den Frauen aus dem hohen Norden angetan. „Wir brauchen immer ein bisschen Abenteuer - und sowas gibt es woanders nicht", sagt Heidi Kay.

Auf der anderen Seite der Marktkirche kämpfen sich zwei Freundinnen durch die Menschentrauben in Richtung Bahnhof. Jede trägt drei große Einkaufstaschen. Sie sind in Eile, müssen ihren Zug heim nach Bad Oeynhausen erreichen, sagen sie. Wieso sie in Hannover einkaufen? „In Bad Oeynhausen gibt's keinen Primark", ruft eines der Mädchen, winkt - und verschwindet in der Menge.

Susanne und Heinz aus Nordstemmen haben es weniger eilig. Das Ehepaar, das seinen Nachnamen nicht nennen möchte, hat Winterkleidung in der City gekauft: Eine dicke Jacke für Heinz, Handschuhe für Susanne. Und ihr Sohn bekommt einen Hannover-96-Schlüselanhänger zu Nikolaus. Einen Glühwein haben die beiden schon getrunken, einen zweiten nehmen sie auf dem Finnischen Weihnachtsmarkt zum Flammlachs. Nach Hause fährt das Paar mit dem Zug.

Im gut geheizten Zirkswagen nahe der Weihnachtsbäckerei gönnt sich Familie Pape aus Hannover eine Pause von der winterlichen Kälte draußen. Die vierjährige Tochter Lara lauscht Märchenerzählerin Annette Bösch und der Geschichte von den drei Wünschen: „... und am Ende waren Hans und Liese keinen Taler reicher als zuvor." Dann erklärt die 33-Jährige Vater Christian und Mutter Anita die Spielregeln für die Weihnachtsmarktrallye "Knopfkobolde", bei der die Teilnehmer kleine Säckchen mit Knöpfen in den Marktständen entdecken müssen. Vater Christian Pape seufzt: „Ich glaube, für diese Suche ist es heute zu kalt." Für den ersten Adventssonnabend in der City dagegen war das Wetter genau richtig.

Händer freuen sich über Weihnachts- und Wintergeschäft

Besser hätte der erste Adventssonnabend für die City-Händler kaum laufen können: Rund 220.000 Besucher haben in der Innenstadt für hohe Umsätze gesorgt, sagt Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft. „Wir sind bereits mitten im Weihnachtsgeschäft, die Bons werden höherpreisiger." Zudem hätte der Kälteeinbruch der vergangenen Tage viele Kunden motiviert, sich neue Winterkleidung zu kaufen. Deutlich spürbar sei auch die Belebung der City durch den Weihnachtsmarkt, der am vergangenen Mittwoch eröffnet wurde. „Wir hatten viele Besucher aus anderen Regionen, die der Adventsmarkt nach Hannover lockt und die die Gelegenheit zum Einkaufen nutzen." Dem weiteren Verlauf des Weihnachtsgeschäfts blickten die Händler „sehr zuversichtlich" entgegen, sagt Prenzler.

Allerdings habe der starke erste Adventssonnabend die Gesamtbilanz des Novembers nicht retten können. Der Streik der Lokführergewerkschaft und die Demonstrationen an den vergangenen Wochenenden hatten den City-Händlern arg zugesetzt, sagt Prenzler.

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