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Stadt Hannover Kiosk am Nordufer hat neue Betreiber
Aus der Region Stadt Hannover Kiosk am Nordufer hat neue Betreiber
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01:01 30.04.2018
Willkommen: Vincent Weidig (links) und Stefan Herzlieb sind die neuen Betreiber des Maschsee-Kiosks. Quelle: Dröse
Hannover

 Für Spaziergänger und Jogger am Maschsee gibt es einen neuen Anreiz zum Zwischenstopp oder zur Verschnaufpause. Der Kiosk am Maschsee-Nordufer ist nach viermonatiger Umbaupause wieder geöffnet – und sein Innenleben hat sich komplett gewandelt: Stefan Herzlieb und Vincent Weidig, beide 34 Jahre alt, sind die neuen Betreiber des traditionsreichen Gebäudes aus den Dreißigerjahren. Direkt neben dem Hellebardier bieten sie saisonale Snacks und Leckereien an, die überwiegend aus regionaler Produktion kommen – oftmals sogar aus der heimischen Küche. Denn die Mütter der beiden Unternehmer steuern mit ihren Koch- und Backkünsten einen wesentlichen Teil des gastronomischen Angebots bei.

Zum Auftakt wurde am Freitag Spargelcremesuppe serviert, nach einem Geheimrezept der Familie Weidig, für 4,50 Euro pro Portion. Ziel sei es, täglich zwei bis drei kleinere Gerichte anzubieten, sagt Herzlieb. Zubereitet werden diese in ehrenamtlicher Heimarbeit und dann in Wärmebehältern zum Kiosk gebracht.  „Das macht totel Spaß“, sagt Gabi Herzlieb, die zur Geschäftseröffnung ihres Sohnes Pfirsich- und Schokokuchen kreiert hat, der nun in der Auslage auf Kunden wartet. 

Auch dieses familiäre Miteinander hat dazu beigetragen, dass die Stadt dem Kioskkonzept in einer Ausschreibung den Zuschlag erteilt hat. „54 Interessenten hatten sich beworben“, berichtet Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette bei der Eröffnung. Der Vertrag des bisherigen Pächters, der dort fast drei Jahrzehnte seinen Geschäften nachging, war zum Jahreswechsel ausgelaufen. Die Stadt wollte frischen Wind in die schon etwas angestaubte Imbiss-Station bringen – mit neuen Betreibern und einer grundlegenden Renovierung. 100 000 Euro hat die Verwaltung in das denkmalgeschütze Gebäude gesteckt.

Der denkmalgeschützte Kiosk stammt aus den Dreißigerjahren. Quelle: Dröse

Weitere 50 000 Euro haben die beiden Geschäftspartner in die Inneneinrichtung des Anlegers Nord – so der Name des Kioks – investiert. „Wir wollten uns schon immer mal mit einer Gastronomie selbstständig machen“, sagt Herzlieb, der früher als Unternehmensberater gearbeitet hat. Weidig ist von Haus aus Versicherungskaufmann. Ein gemeinsames Unternehmen haben die beiden bereits: die Destillerie Roschgoschen Gin in Langenhagen. Sie siedelt demnächst in die hannoversche Südstadt um. 

Der Gin aus eigener Produktion steht natürlich auch auf der üppigen Getränkekarte. Zudem gibt es Biobrausen (3 bis 3,50 Euro), Wein (0,2 Liter ab 4,50 Euro), Bier (0,3 Liter für 2,60) und diverse Kaffeespezialitäten (von 1,90 bis 3,50 Euro). „Wir setzen auf regionale Anbieter wie die hannoversche Kaffeemanufaktur, den Getränkeproduzenten Voelkel aus dem Wendland und natürlich auf die Gilde“, sagt Herzlieb. Die Südstädter Manufaktur Aufstrich & Punkt liefert vegetarische Pasteten in Geschmacksrichtungen wie Dattel-Chili, Rote Linse und Honig-Senf. Laugenstangen und Flammkuchen, Eis und Süßigkeiten runden das Angebot ab.

Service zum Zugucken: ein Blick in das Innere des Kiosks. Quelle: Dröse

Wer genießen will, soll möglichst wenig Müll produzieren. Die Snacks werden zum Verzehr am Tresen auf Tellern serviert, der Großteil der Getränke wird in Gläsern und Tassen ausgeschenkt. Aber auch die Mitnahme ist möglich: „Wir haben den Umweltbecher Hannoccino, und wer unbedingt will, bekommt auf Nachfrage auch mal einen Pappbecher“, sagt Weidig. 

Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr. Bei schönem Wetter sind auch flexible Öffnungszeiten möglich.

Von Juliane Kaune

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