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Stadt Hannover Dieter Tasch erzählt aus seinem Leben
Aus der Region Stadt Hannover Dieter Tasch erzählt aus seinem Leben
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00:36 15.06.2018
Gefrager Zeitzeuge: Der langjährige HAZ Reporter Dieter Tasch (l.) spricht im historischen Museum mit HAZ-Redakteur Simon Benne. - Foto Tim Schaarschmidt Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Es war ein regnerischer Tag, als der Kanzler 1951 zur Bundesgartenschau in den Stadtpark kam. Adenauer hatte aber keinen Regenmantel mit. „Da ließ der CDU-Ratsherr Salomon Schneider, der eine Kleiderfabrik hatte, rasch einen Mantel für ihn holen“, sagt Dieter Tasch. „Ich hätte nicht in Erinnerung, dass Adenauer ihm dafür etwas in die Hand gedrückt hätte.“

Solche Anekdoten kann Dieter Tasch dutzendweise aus dem Ärmel schütteln. Wenige Monate nach Gründung der HAZ im August 1949 stieß er zur Redaktion, erst 1993 ging er er als Chefreporter in den Ruhestand. Im Historischen Museum hielt der Journalist, der vor kurzem 90 Jahre alt wurde, jetzt Rückschau auf sein ereignisreiches Leben. Vor rund 50 Besuchern erzählte er im Gespräch mit HAZ-Redakteur Simon Benne, wie er das „Wunder von Lengede“, die Rettung eingeschlossener Bergleute, erlebt hatte. Und vom Geiseldrama bei den Olympischen Spielen in München 1972. Und davon, wie er 1954 im alten DKW nach Hamburg fuhr, um zu erleben, wie Hannover 96 Deutscher Meister wurde.

Oft ging bei seinen Schilderungen ein Raunen der Erinnerung durch den Saal – etwa, wenn er vom legendären HAZ-Fotografen Wilhelm Hauschild erzählte: „Er war eine stadtbekannte Persönlichkeit – seine Baskenmütze nahm er vermutlich nicht einmal zum Schlafen oder Duschen ab.“ Obwohl er selbst mittlerweile blind ist, verfolgt Tasch das Weltgeschehen aufmerksam; seine Frau liest ihm regelmäßig aus der HAZ vor. „Ohne sie“, sagt Tasch, „wäre ich aufgeschmissen.“ lok

Von lok

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