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Stadt Hannover Obike ist mit Hannover zufrieden
Aus der Region Stadt Hannover Obike ist mit Hannover zufrieden
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00:22 30.03.2018
Seit November vergangenen Jahres kann man Obikes in Hannover leihen. Quelle: dpa
Hannover

  Der Fahrradverleihdienst Obike aus Singapur zieht sich aus München fast komplett zurück. Die Situation dort sei ein Sonderfall, sagt Sprecherin Maria Bause. In Hannover werde sich vorerst nichts ändern. „Die Nutzerzahlen steigen stetig, wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung.“ Konkrete Daten veröffentlicht Obike allerdings nicht.

Die bayerische Landeshauptstadt war im Sommer 2017 die erste in Deutschland, in der Obike sein Konzept in die Tat umsetzte – Hannover, Frankfurt und Berlin folgten erst im Herbst. Die Firma verteilt Räder einfachster Bauart aus chinesischer Massenproduktion legal im öffentlichen Raum. Man kann sie über eine App orten, buchen und bezahlen. Die Daten, so betonte Deutschland-Geschäftsführer Marco Piu gegenüber der HAZ, würden entgegen anders lautender Gerüchte nicht an Dritte verkauft. Obike verdiene sein Geld allein mit den Mieteinnahmen.

Den Rückzug aus München begründet das Unternehmen mit Vandalismus. In der Stadt sind die Leihräder gezielt etwa durch Abtrennen der Bremskabel beschädigt worden; Täter haben sie in Bäume gehängt oder in die Isar geworfen. Piu hatte eingeräumt, dass Obike in München strategische Fehler begangen hat. Die Räder wurden wahllos und ohne Vorankündigung ins Stadtgebiet gestellt. Außerdem waren es 6800 Stück – mehr als zehnmal so viel wie in Hannover oder Frankfurt. „Wir werden 6000 Räder abziehen und sie auf andere Städte verteilen“, kündigt Bause an.

In Hannover soll die Zahl der Räder bis auf Weiteres konstant bei 500 bleiben. Bause verweist darauf, dass Obike erst im November gestartet sei und damit nach Ende der Hauptfahrradsaison. Deshalb wolle die Firma derzeit weder am Fuhrpark etwas ändern noch Angaben zu Nutzerzahlen und Geschäftsentwicklung machen. Bei der Stadt sind nach Angaben von Sprecher Udo Möller bisher keine Beschwerden über Obike eingegangen.

Manche Politiker etwa aus dem Bezirksrat Mitte würden es gerne sehen, wenn die Stadt einen eigenen Fahrradverleih aufziehen könnte – in einer edleren, mit besseren Radmodellen bestückten Variante, als die Asiaten sie anbieten können. Im Rathaus arbeitet man seit Jahren daran, kommt aber nicht recht voran. Ein Grund ist, dass die Investitionssumme dafür bei mindestens 2 Millionen Euro liegen würde. Die Ratspolitik hat bisher keinerlei Signal gegeben, dass sie dieses Geld für ein eigenes System ausgeben möchte.

Von Bernd Haase

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