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Stadt Hannover Hannoccino: Wie läuft der Kampf gegen den Einweg-Müll?
Aus der Region Stadt Hannover Hannoccino: Wie läuft der Kampf gegen den Einweg-Müll?
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17:32 31.12.2018
Müllberge vermeiden: Ab Februar bekommt der Becher Hannoccino auch einen Deckel. Quelle: Michael Thomas
Hannover

320.000 Einwegbecher werden deutschlandweit jede Stunde weggeworfen, schätzt die Deutsche Umwelthilfe. Alleine in Hannover sind es 20 Millionen jährlich. Mit dem Pfandbecher Hannoccino hatten sich Stadt und der Zweckverband Abfallwirtschaft der Region Hannover „aha“ den Kampf gegen den Einwegmüll auf die Fahnen geschrieben. Doch wird der Becher aus kompostierbarem Baumrindensaft auch angenommen?

Ein Besuch in der Innenstadt zeigt: Bäckereien und Cafés machen unterschiedliche Erfahrungen. Am Anfang lief es besser, sagt Stefanie Frey vom Machwitz Café in der Karmarschstraße. Wenn es einen Deckel gäbe, wäre die Nachfrage sicher größer. Bei Bosselmann läuft der Absatz gut. So gut, dass aktuell keine Becher mehr da seien, sagt eine Mitarbeiterin. Sie hätten auch extra einen Hinweis in der Kasse einprogrammiert, um die Becher bei jeder Café-Bestellung anzubieten. Das Café Bernini und die Le Crobag-Filiale im Hauptbahnhof sprechen von einer niedrigen Nachfrage, die sich seit der Einführung nicht verändert habe. Wie häufig der Becher tatsächlich genutzt wird, kann auch bei aha keiner sagen.

Das größte Problem ist noch immer der fehlende Deckel. Seit der Einführung des Pfandsystems Ende August 2017 war der Becher nur mit konventionellen Plastikdeckeln zu bekommen – oder eben ganz ohne. Im Februar soll die neue Variante aus dem gleichen Material endlich fertig sein, kündigt Stefan Altmeyer von aha an.

Der neue Hannocino-Deckel kommt im Februar. Quelle: aha

Aus Sicht von aha ist der Becher bei der Stadtreinigung ein voller Erfolg. In der Praxis zeige sich, dass die Entsorgungsmengen der Einwegbecher nach der Einführung von Hannoccino gesunken seien. „30 Prozent des Bechermülls konnten bisher vermieden werden“, sagt Altmeyer. Das sei natürlich nur ein grober Schätzwert. Ob die geringere Müllmenge letztlich auf das Pfandsystem Hannoccino zurückzuführen ist, kann auch aha nicht nachweisen.

50.000 Becher sind aktuell im Umlauf. Es seien nicht nennenswert viele dazu gekommen, sagt Altmeyer. Daraus könne man aber nicht schließen, dass die Nutzung nicht zugenommen habe. Zur Zeit gibt es den Hannoccino-Becher bei 74 Partnern mit 160 Wechselstuben.

Von Sebastian Stein

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