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Stadt Hannover In Landesfrauenklinik entstehen Luxusapartments
Aus der Region Stadt Hannover In Landesfrauenklinik entstehen Luxusapartments
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00:36 19.05.2018
Die ehemalige Landesfrauenklinik am Herrenhäuser Kirchweg 5 wird in hochpreisige Wohnungen umgewandelt.  Quelle: Villegas
Hannover

 Für ein begehrtes Gründerzeit-Ensemble in Uni-Nähe startet bald die Vermarktung. Die Hamburger Firma BPD will ab Sommer die zukünftigen Wohnungen in der ehemaligen Landesfrauenklinik anbieten. 153 Wohnungen sollen insgesamt auf dem geschichtsträchtigen Gelände in der Nordstadt entstehen. Dafür wollen die Immobilienentwickler die denkmalgeschützten historischen Gebäude wie die Hauptklinik sowie die Direktorenvilla umbauen. Außerdem sind mehrere Neubauten auf dem weitläufigen baumbestandenen Gelände in Planung.

Die zur niederländischen Rabobank gehörende BPD hatte das Grundstück zum Höchstgebot von 15,5 Millionen Euro von der Region Hannover erworben. Wie angesichts des Kaufpreises erwartet hat das Wohnen in historischem Ambiente seinen Preis: Die Eigentumswohnungen kosten ab 4.500 Euro pro Quadratmeter, je nach Lage auch mehr. Geplant sind Wohnungsgrößen von 40 bis 150 Quadratmetern. 

„Es  handelt sich um ein sehr anspruchsvolles Gebäude. Die Substanz ist nicht einfach“, erzählt Marcus Keller, Leiter der BPD-Niederlassung in Hamburg. Der Start der Bauarbeiten für die einzelnen Bauanschnitte steht noch nicht fest. Speziell den Altbau will die Firma erst anfassen, wenn alle Einheiten dort verkauft sind, damit die Käufer Abschreibungen für Denkmalschutz in Anspruch nehmen können.  Ein neuer Bauriegel wird voraussichtlich als Lärmschutz für das übrige Gelände dienen, wo auch freistehende Häuser vorgesehen sind.

Nach Angaben von BPD wird dennoch nun doch auch geförderter Wohnraum auf dem Areal zwischen Haltenhoffstraße und Herrenhäuser Kirchweg entstehen. Einen Teil der Neubaufläche wollen die Immobilienentwickler an eine Gesellschaft verkaufen, die Mietwohnungen mit Preisbindung anbietet. Danach sah es zunächst nicht aus. Die Stadt hatte seinerzeit auf die Aufstellung eines Bebauungsplans verzichtet, obwohl der bereits ausgearbeitet war. Das war in Teilen der Politik auf Kritik gestoßen, weil die Stadt damit ein Steuerungsinstrument aus der Hand zu geben schien. Neben Quoten für Sozialwohnungen wollten die Grünen auf einem Teil der Fläche durch einen Festpreis am liebsten auch Baugemeinschaften oder Genossenschaften eine Chance einräumen. Doch das hätte den Gewinn der Region geschmälert, die mit dem Erlös ihr Klinikum entschuldet hat.

„Wir haben einen sehr intensiven Austausch mit der Stadtverwaltung gehabt“, berichtet Keller. Gemeinsam mit Baudezernent Uwe Bodemann und seiner Fachabteilung sei ein Konzept für das Gelände erarbeitet worden. Es gehe schließlich um ein städtebauliches Ensemble: Unter Denkmalschutz stehen auch Kapelle, Kesselhaus sowie Einfriedungen. „Der schöne zwischen den Gebäuden liegende Park bleibt eine private Fläche, Passanten können ihn aber durchqueren“, erläutert Keller. BPD will die Bauantragsunterlagen in Kürze einreichen.

Von Bärbel Hilbig

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