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Stadt Hannover So haben Sie das Anzeiger-Hochhaus noch nie gesehen
Aus der Region Stadt Hannover So haben Sie das Anzeiger-Hochhaus noch nie gesehen
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00:49 26.04.2018
Peter Struck ( Autor, Künstler, Journalist) Kronenstrasse 7, Hannover Foto: Samantha Franson Quelle: Samantha Franson
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Hannover

 Das Anzeiger-Hochhaus als Zitronenpresse? Oder als Eierbecher? Vielleicht auch als Strickmütze? Peter Struck hat keine Berühungsängte. Der Künstler und Kulturwissenschaftler hat den imposanten historischen Backsteinbau an der Goseriede schon dutzendfach ins Miniaturformat geschrumpft und auf verschiedenste Art verfremdet. Das ist keineswegs eine Form der Respektlosigkeit. Ganz im Gegenteil: „Ich bin“, sagt Struck, „fasziniert von diesem Gebäude.

Schon als Kind fing das an. Der heute 50-Jährige kann sich noch gut daran erinnern, wie er als kleiner Junge staunend vor dem imposanten Bauwerk stand. 51 Meter hoch, zehn Geschosse und eine riesiege Kuppel obendrauf.  Viel Raum für die kindliche Fantasie. Die Historie des Hauses interessierte den kleinen Peter naturgemäß weniger. Verleger August Madsack hatte es 1927 und 1928 nach den Entwürfen des bekannten Architekten Fritz Höger erbauen lassen, um dort den Hannoverschen Anzeiger, den Vorläufer der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, zu publizieren. 

„Heute ist es das heimliche Wahrzeichen Hannovers“, sagt Struck, der längst zu einem Experten für das Gebäude und seine Geschichte geworden ist. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert widmet er sich seinem Lieblingsgebäude aus Kindertagen als Kulturwissenschaftler ebenso wie als Künstler. Er hat Austellungen über Höger und seine Architektur konzipiert, hält Vorträge zum Thema und hat 1997 im Auftrag der heutigen Mediengruppe Madsack ein dickes Buch über das Anzeiger-Hochhaus verfasst. Zum 90. Geburtstags des Gebäudes nun hat er jede Menge Sehens- und Wissenswertes in einer Werkschau zusammengetragen. 

„Es ist eine Hommage an eine Ikone der hannoverschen Moderne“, sagt er voller Bewunderung für den Bau. In seinen Wohn- und Ausstellungsräumen in der Kronenstraße 7 hat er für die Ausstellung teils von ihm, teils von anderen Künstlern geschaffene Bilder, Plastiken und Objekte rund um das Anzeiger-Hochhaus zusammengetragen. Bücher und Kataloge liegen aus. Auch, wie das Haus Niederschlag in der Werbung gefunden hat, ist dokumentiert – zum Beispiel anno 1928 auf einer Zigarrenkiste, später auch auf Aschenbechern, Lesezeichen und Telefonkarten.

Die von Struck persönlich entworfene Hochhaus-Zitronenpresse aus Aluminum nimmt hier eine besondere Rolle ein: Sie wurde 1999 in einer Auflage von 400 Stück von Madsack vervielfältigt - inzwischen ist sie eine Rarität für Sammler. Andere ausgestellte Gebrauchsartikel stammen originär aus Struckcker Eigenproduktion, zum Beispiel die in vielen Varianten aus Gips, Zement oder Kunstharz geformten Eierbecher. Ohne das Ei geht es dabei tatsächlich nicht – es bildet die Kuppel.

Die Ausstellung in der Kronenstraße 7 wird am Freitag, 27. April, um 20 Uhr in der Kronenstraße 7 eröffnet. Am Sonnabend, 28. April, ist sie von 16 bis 20 Uhr zu sehen, danach gibt es einen Kurzfilmabend über die Anfänge des Anzeiger-Hochauses. Am Sonntag, 29. April, ist von 16 bis 18 Uhr geöffnet, es schließt sich ein Beamervortrag zum Thema an. Der Eintritt ist frei. 

Von Juliane Kaune

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