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Studium für Mikroprozessor-Technologie startet

Leibniz-Fachhochschule Studium für Mikroprozessor-Technologie startet

Die Leibniz-Fachhochschule in Hannover hat ihre Studentenzahl seit der Gründung 2011 verdoppelt. Neben Wirtschaft bietet sie jetzt auch ein duales Technik-Studium. Dabei geht es um künstliche Intelligenz in Kleinstsystemen.

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Die Leibniz-Fachhochschule an der Expo-Plaza 11 startet ein Studium für Mikroprozessor-Technologie: Prof. Kristin Butzer-Strothmann, Vizepräsidentin Wirtschaft, Prof. Norbert Gülke,  Vizepräsident Technik, Geschäftsführerin Claudia Breuer (von links). 

Quelle: Samantha Franson

Hannover.  Ein kleiner Funkchip im Pullover-Etikett teilt der Waschmaschine mit, wie das Kleidungsstück zu behandeln ist. In der Produktionsstraße steuert ein Minirechner im Bodenblech, wo dieses Autoteil als nächstes weiter bearbeitet wird. „Es steht kurz bevor, dass diese Technik preisgünstig in Massen einsetzbar ist und alle Lebensbereiche durchdringt“, sagt Prof. Norbert Gülke, Vizepräsident der Leibniz-Fachhochschule. Die private Hochschule hat auf den absehbaren Bedarf an Fachkräften für Mikroprozessor-Technologie reagiert. Gemeinsam mit der Continental AG hat die Leibniz-FH den Studiengang Embedded Automation Design entwickelt. Die ersten Conti-Leute von Standorten in ganz Deutschland starten jetzt zum Jahresbeginn mit dem dualen Bachelor-Studium. 

Die Leibniz-FH ist seit 2011 als Hochschule anerkannt. Seitdem hat sich ihre Studentenzahl verdoppelt, aktuell sind rund 600 Studenten an der Expo-Plaza eingeschrieben. Der Schwerpunkt der privaten Einrichtung, die von der Leibniz-Akademie Hannover getragen wird, liegt weiterhin auf Wirtschaft. Daneben ist jetzt der neue Fachbereich Technik entstanden, den rund ein Drittel der Studenten belegen. Einen Großteil der Studenten schicken Unternehmen wie Wabco, TUI, Rossmann, Pelikan, Nord/LB, AOK, Deutsche Messe oder VW Finance zu einem dualen Studium an die Leibniz-FH. In diesem Fall trägt in der Regel die Firma die Studiengebühren von 375 bis 500 Euro im Monat. Das Fach Business Administration wählen aber auch Vollzeitstudenten, die selbst für die Kosten aufkommen. „Oft zahlen die Eltern und die Studenten wohnen dafür noch zu Hause“, erzählt Prof. Kristin Butzer-Strothmann, Vizepräsidentin für Wirtschaft. Praxisphasen, kleine Lerngruppen und der Kontakt zu Betrieben machen das Studium für Selbstzahler attraktiv.

Für seinen Schwerpunkt Künstliche Intelligenz in Kleinstsystemen hat Prof. Gülke,  Vizepräsident für Technik, seit November ein Elektronik-Labor zur Verfügung. Das erste spannende Projekt mit Studenten der Wirtschaftsinformatik hat Gülke bereits gestartet. Die Gruppe will einen Weg finden, wie Rettungskräfte Tauchroboter besser orten können. „In den meisten Seen ist das Wasser so trübe, dass wir fast nichts sehen“, berichtet Student Frank Holthaus, von dem die Idee stammt. Der 31-Jährige war ehrenamtlich beim DRK-Katastrophenschutz an der Suche nach einem Vermissten beteiligt. Wenn sich die Position des Roboters, der etwas entdeckt hat, genau bestimmen lässt, kämen Taucher zielgerichtet zum Einsatz, glaubt er. Professionelle, teure Lösungen gibt es dafür. Gülke und seine Studenten wollen aber per Mikrocontroler und Sonarsensoren eine kostengünstige Variante finden.

Von Bärbel Hilbig

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