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Stadt Hannover Zu starke Kochdämpfe: Oft Feuerwehreinsätze in Flüchtlingsheimen
Aus der Region Stadt Hannover Zu starke Kochdämpfe: Oft Feuerwehreinsätze in Flüchtlingsheimen
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00:34 19.05.2018
Oft muss die Feuerwehr zu Flüchtluingsunterkünften ausrücken, weil die Brandmeldeanlagen anschlugen. Meist handelt es sich aber um Fehlalarme. Quelle: Christian Elsner (Archiv)
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Hannover

 Deutsche Brandmeldeanlagen und ausländische Kochgerichte sind mitunter keine gute Kombination. Das erlebt die Feuerwehr derzeit des öfteren. Immer wieder müssen die Retter zu Flüchtlingsunterkünften ausrücken, weil die Brandmeldeanlagen Alarm schlagen. Häufig sind die Einsätze auf die Essenszubereitung zurückzuführen – entweder durch angebrannte Mahlzeiten oder zu intensive Kochdämpfe. Allein in den Unterkünften an der Woermannstraße in Badenstedt und im ehemaligen Maritim-Hotel am Friedrichswall registrierte die Berufsfeuerwehr seit Jahresbeginn 15 solcher Einsätze.

Zum Glück stellen sich die Alarmierungen schnell als harmlos heraus. Erst am Dienstagnachmittag gab es in Badenstedt wieder einen Einsatz, am Ende war es erneut die Essenszubereitung. „Die Flüchtlinge kochen mitunter anders“, sagt Clemens Hoppe, Sprecher bei der Berufsfeuerwehr und gleichzeitig zuständig für den vorbeugenden Brandschutz. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) als Betreiber bestätigt, dass oft „starker Wasserdampf bei gleichzeitigem Kochen von mehreren Bewohnern“ die Anlagen auslösen, sagt Nadine Hunkert. Mitunter seien auch die „intensive Nutzung“ von Sprühdeo oder Haarspray die Ursache.

„Wir versuchen das Möglichste, um technisch nachzurüsten“, sagt Feuerwehrsprecher Hoppe. Die Unterkünfte wurden beispielsweise umgestaltet oder mit Ventilatoren ausgestattet. Laut Stadtsprecherin Michaela Steigerwald sind in der Küche an der Woermannstraße zudem Wärmemelder installiert, „am Friedrichswall erfolgt die Absicherung über Rauchmelder auf den Fluren“. Die dortigen Kochbereiche haben gar keine Melder. „Dies ist mit der Feuerwehr abgestimmt“, sagt Steigerwald.

Das DRK hat außerdem begonnen, an den Herden Zeitschaltuhren zu installieren – das soll angebranntes Essen verhindern. Auch das Sicherheitspersonal wird geschult. „Zusätzlich werden die Bewohner beim Einzug in die Funktionsweise der Herdanlage sowie aller weiteren technischen Küchengeräte eingewiesen“, sagt DRK-Sprecherin Hunkert. Piktogramme in der Küche weisen zudem auf den richtigen Umgang hin. „Und nach einem Fehlalarm werden die Bewohner gezielt angesprochen“, sagt Hunkert.

Wenn die Brandmeldeanlagen auslösen, erfährt die Feuerwehr automatisch davon oder der Sicherheitsdienst der Einrichtung muss laut Vorschrift die Retter alarmieren. Ärgerlich seien die Fehlalarme aber nicht, betont Hoppe. „Wir kommen lieber einmal zu viel als dann im entscheidenden Moment nicht“, sagt er. Denn der vermeintliche Fehlalarm könne sich am Ende immer noch als echter Einsatz entpuppen. So wie beispielsweise im Januar: Anfang des Jahres hatte im ehemaligen Maritim ein Papierkorb im dritten Stock gebrannt, vier Sicherheitsmitarbeiter wurden verletzt.

Von Peer Hellerling

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