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Stadt Hannover Schokoladen-Festival: Ganz viele süße Sachen zu entdecken
Aus der Region Stadt Hannover Schokoladen-Festival: Ganz viele süße Sachen zu entdecken
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00:15 18.09.2018
Nele Marike Eble von Chokumi Quelle: Foto: Heidrich
Hannover

Vielleicht Caramel-Passionsfrucht? Kirsche-Chili? Cassis-Johannisbeere? Oder Caipirinha? Wohlgemerkt, es geht hier nicht um fröhliche Getränke, sondern um Pralinen aus Uetersen bei Hamburg. Bei Daja Chocolate geht es mitunter um feinste Feinheiten. „Als wir die Zutaten von Caipirinha auseinander genommen haben“, erläutert Danila Klüver, „war die Frage, packe ich den braunen Zucker in die Füllung oder außenrum als Deko?“ Fragen, die akribische Handarbeiter wie Klüver und ihren Mann Jan umtreiben. Sie präsentieren einen Teil ihrer Kunst auf dem Schokoladen-Gourmet-Festival im Helmkehof in Hainholz, dem fünften seiner Art.

Organisatorin Michaela Schupp sagt: „Wir werden wahrgenommen, mittlerweile.“ Aus Bolivien sind Aussteller da, aus Panama, Ana Valia Ortiz Villareal aus Mexiko ist das erste Mal dabei, sie präsentiert in heimische Schokolade aus ihrem Familienbetrieb, die in 50-Gramm-Stücken in Stoffsäckchen verpackt ist. 60 Prozent Kakao, mit Nüssen, Mandeln und Zimt. „Wir sind das erste Mal hier und wollen herausfinden, wie die Leute auf unsere Schokolade reagieren“, sagt sie.

Kleine Portionen probieren, große kaufen

Aus Dänemark kommt Mikkel Friis-Holm, der kürzlich in London als „best chocolate Maker in the World“ ausgezeichnet wurde. Friis-Holm arbeitet mit 400 Bauern aus Nicaragua zusammen, die er selbst ausgesucht hat. Transparenz spielt bei ihm wie bei allen Ausstellern hier eine wichtige Rolle. Fairer Handel, natürlicher Anbau, ein zurückverfolgbarer Weg aller Zutaten. Der Däne setzt auf Qualität, Zeit spielt dabei eine untergeordnete Rolle. „Wir haben einen sehr langsamen Arbeitsablauf, wir nehmen uns eine Woche Zeit, wofür andere acht Stunden brauchen.“

Nebenan steht Olga Yarovikova aus St. Petersburg, die ihre ausschließlich natürlichen und dazu wunderschön verpackten Schokoladenkreationen zwischen Cappuccino und zuckerfrei präsentiert. Sie arbeitet mit Bauern in Peru zusammen, hat drei Mitarbeiter und verkauft in Läden oder über das Internet. Wie überall auf dem Schokoladen-Festival kann man kleine Portionen probieren und große kaufen. Und bei den auskunftsfreudigen Ausstellern erfahren, was eine wirklich gute Schokolade ausmacht. Wichtige Zutaten: Hingabe und Akribie.

Bis Sonntag gibt es viel zu schmecken und zu sehen, dazu gibt es Führungen, Vorträge, Verköstigungen oder Pralinenworkshops. Wo man unter anderem lernt, dass in jedem Konditor oder Chocolatier oder Schokoladen-Sommelier ein Kunsthandwerker steckt. Wenn man Supermarktschokoladenkäufer ist, darf man sich im wahrsten Sinne eines Besseren belehren lassen. Und Weihnachten ist ja auch schon fast in Sicht.

Am Sonnabend und Sonntag ab 10 Uhr, Helmkehof, Helmkestraße 5

Von Uwe Janssen

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