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Stadt Hannover Hier gilt das Böllerverbot in der Innenstadt von Hannover
Aus der Region Stadt Hannover Hier gilt das Böllerverbot in der Innenstadt von Hannover
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20:30 31.12.2018
„Es hat sich eine Gefahrenzone entwickelt“: Die Polizei wird beim anstehenden Jahreswechsel das Zünden von Böllern und Raketen an zentralen Innenstadtplätzen unterbinden. Quelle: Christian Behrens (Archiv)
Hannover

Erstmals wird das Böllern an Silvester an zentralen Punkten der City nicht erlaubt sein. Das Transportieren und Anzünden von Knallern und Raketen ist zum Jahreswechsel am Kröpcke, auf dem Steintor-, Rasch- und Opernplatz, vor dem Hauptbahnhof, am Platz der Weltausstellung sowie in der Georg- und Bahnhofstraße von 20 bis 3 Uhr untersagt. Stadt und Polizei begründen den Schritt mit den „bedrohlichen und gefährlichen Situationen“ in den vergangenen Jahren. In der Neujahrsnacht 2018 waren teilweise bis zu 1000 Menschen am Kröpcke.

Bei der Präsentation des Böllerverbots am 18. Dezember sagte Gwendolin von der Osten, Leiterin der Polizeiinspektion Mitte, in der Innenstadt habe sich „eine Gefahrenzone entwickelt“. Die Beamten hätten „kaum Menschen gesehen, die Feuerwerkskörper sachgemäß abgefeuert haben“. Viele starteten Raketen beispielsweise aus der Hand, wieder andere zielten absichtlich auf Passanten und Einsatzkräfte. „Die Situation lässt sich nicht mehr anders kontrollieren“, so von der Osten. Allein in der vergangenen Silvesternacht gab es acht Verletzte, die ins Krankenhaus gebracht werden mussten – darunter zwei Kinder.

Kinderfeuerwerk erlaubt

Aus diesem Grund richtet die Polizei an den Zugangspunkten zur Verbotszone Kontrollstationen ein. Jeder Passant wird überprüft, ob er Böller bei sich trägt – erlaubt ist lediglich Kinderfeuerwerk wie beispielsweise Knallerbsen und Wunderkerzen. Alle anderen Knaller werden vernichtet, sollten die Kontrollierten nicht umkehren und dennoch in die böllerfreie Zone wollen. Dazu stellt die Stadt entsprechende Wasserbehälter auf, in denen das Feuerwerk aufgeweicht und damit unschädlich gemacht wird. Im Zweifel werde die Polizei zudem Platzverweise aussprechen, weitere Sanktionen sind seitens Landespolizei und Stadt nicht geplant.

Die Bundespolizei verfährt dagegen anders. Auch sie hat für den selben Zeitraum ein Böllerverbot im Hauptbahnhof und auf dessen Bahnsteigen ausgerufen. Sollte dennoch Feuerwerk gezündet werden, werde Anzeige erstattet. Eine Ausnahme für den Transport von Raketen und Knallern bestehe nur für Reisende, die umsteigen oder eine Bahnfahrt antreten wollen beziehungsweise in Hannover ankommen. Betroffene haben ihre Absichten „durch entsprechende Fahrausweise zu belegen“, heißt es in der Allgemeinverfügung. Während des Böllerverbots dürfen Menschen, die Feuerwerk bei sich haben, den Hauptbahnhof bloß an den Seitenausgängen zur Fernroder Straße beziehungsweise Lister Meile verlassen.

Keine Sperrgebiete in Stadtteilen

Andere Bereiche Hannovers – wie etwa der Weißekreuzplatz in der Oststadt oder der Lindener Markt – sind nicht vom Böllerverbot betroffen. Laut von der Osten gebe es dort zwar auch gelegentlich unsachgemäßes Anzünden von Silvesterfeuerwerk, „allerdings nicht so massiv wie in der Innenstadt“. Mehrere Hundert Beamte werden zum Jahreswechsel im Einsatz sein, die Polizei rechnet bislang mit einem friedlichen Verlauf. Sollte das Böllerverbot ein Erfolg werden, könnte es laut Ordnungsdezernent Axel von der Ohe auch künftig zu Silvester gelten.

Von Peer Hellerling

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