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Stadt Hannover Madsack-Party: Dieser Australier ist Herr der großen Show
Aus der Region Stadt Hannover Madsack-Party: Dieser Australier ist Herr der großen Show
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00:47 15.06.2018
Kreativer Kopf der Multimedia-Show beim Leserfest der Madsack Mediengruppe am Sonnabend vor dem Anzeiger Hochhaus. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Mit spektakulären Inszenierungen etwa zur Eröffnung der Ski-Weltmeisterschaften in Deutschland 2011, der Asian Games in Doha 2006 oder des Kulturhauptstadt-Jahrs 2017 im dänischen Aarhus hat sich der Australier Brendan Shelper international einen Namen als Meister großer Show-Momente gemacht. Seine Stücke, an denen er mit seinem Team monatelang arbeitet, verbinden Tanztheater, Lichtshow, Musik und Film. Seine Kreation zum 125. Jubiläum der Madsack Mediengruppe ist am Sonnabend am Anzeiger Hochhaus zu sehen – als Höhepunkt und Abschluss des Leserfestes auf der Goseriede.

Das Anzeiger-Hochhaus wird für das Madsack-Fest zur Leinwand. Quelle: Brendan Shelper

Sie haben die spektakuläre Multimedia-Show für die Madsack-Feier am Sonnabend entworfen. Darunter kann sich vielleicht nicht jeder was vorstellen. Was kann man da erwarten?

Im Kern geht es uns darum, Geschichten zu erzählen, mit Lichtprojektionen, Tanz und Musik. Wir wollen erzählen, wie August Madsack nach Hannover kam und hier den Anzeiger gründete. Aber wir wollen auch eine wahre Liebesgeschichte aus Hannover erzählen. Wir wollen zeigen, was Madsack und das Anzeiger-Hochhaus für Hannover bedeuten.

Das Hochhaus ist allerdings derzeit nicht zu sehen.

Es ist hinter einem Gerüst verborgen, das stimmt, aber genau das wollen wir nutzen. Wir werden den Stoff für die Projektionen der Show nutzen. Und die Projektionen werden von den Tänzern gesteuert.

Wie das?

Die Tänzer hängen an Seilen, sie können vertikal an der Hochhauswand tanzen, durch projizierte Landschaften laufen. Und die Projektionstechnik ist so intelligent, dass sie die Bewegungen der Tänzer lesen und darauf reagieren kann. Dadurch entsteht eine Einheit von Bild und Tanz – das ist ziemlich einzigartig. Es wird daneben aber auch traditionelle Elemente wie Operngesang geben – es wird spektakulär.

Das ist die große Feier am Anzeiger-Hochhaus

Eine riesige Geburtstagsparty im Herzen der Stadt. Die Madsack Mediengruppe lädt direkt am Anzeiger-Hochhaus zum Open Air-Festival mit jeder Menge Live-Musik, Artisten und zahlreichen Überraschungen ein. Die Gäste erwartet eine fantastische Show auf einer spektakulären Bühne. Mit einer Star-Moderatorin, internationalen Künstlern und bekannten Gästen. Und einem Finale, das Hannover so noch nie gesehen hat. Das Beste: Sie haben freien Eintritt.

Feiern Sie mit uns am Sonnabend, 16. Juni, 125 Jahre Madsack Mediengruppe – und erleben Sie einen unvergesslichen Abend. Einlass ist ab 16 Uhr, los geht es um 19 Uhr.

Sie kommen aus Australien, leben jetzt in Deutschland. Ist das deutsche Publikum leicht zu begeistern?

Ich würde sagen, dass die Deutschen im persönlichen Umgang am Anfang etwas zurückhaltender sind als die Australier. Aber als Publikum sind die Deutschen einfach immer offen und aufgeschlossen. Es gibt hier auch eine lange Tradition von Tanztheater, Entertainment, Cabaret – sie wollen unterhalten werden und zeigen, wenn ihnen eine Show gefällt. Das macht es für mich und meinen Job leichter (lacht).

Ist es denn überhaupt noch möglich, die Menschen zu begeistern, wenn jedes Erlebnis nur einen Klick entfernt ist?

Ich denke, dass das sehr wohl möglich ist. Wir leben in einem Strom von schnellen Eindrücken,Twitter-Nachrichten, Youtube-Videos, die wir sehen und sofort wieder vergessen. Unser Ziel ist es, ein Erlebnis zu schaffen, das bleibt. Und deshalb wollen wir Geschichten erzählen, die den Menschen in Hannover etwas bedeuten, auch im Sinne des Mottos des Festes: Herzschlag unserer Heimat.

Ist das nur Unterhaltung oder wollen Sie die Leute auch zum Nachdenken bringen?

Beides. Sie sollen lachen, weinen, sich verlieben und nachher vielleicht auch nachdenklich sein und eine neue Perspektive durch unser Stück kennengelernt haben. Das wäre mir das liebste (lacht). Wir wollen das Publikum mit unserer Geschichte berühren.

Braucht man dafür moderne, spektakuläre Show-Elemente?

Nun, wir alle freuen uns, wenn wir Dinge sehen, die wir noch nie gesehen haben. Deshalb denken wir immer über neue, innovative Darstellungsformen nach, um das Publikum zu fesseln. Doch manchmal ist es besser, sich auf die Tradition zu besinnen und die Dinge zu vereinfachen, zu ihren Wurzeln zurückzuführen. Das Einfache kann umso eindringlicher sein, wenn man vorher ein fulminantes Showelement hatte.

Wie kamen Sie eigentlich dazu spektakuläre Shows zu organisieren? So etwas lernt man nicht gerade in der heimischen Garage.

Ich habe Theater und Akrobatik studiert, dann habe ich in Sidney für eine Gruppe gearbeitet, die sich auf sehr breite Unterhaltungsformen spezialisiert hat, also Theater, aber auch andere Präsentationen. In Kanada bin ich mit einem Ensemble in Kontakt gekommen, die sich mit sehr großen Projektionen bei Events einen Namen gemacht hat. Und in Frankreich habe ich schließlich eine Gruppe kennengelernt, die Eröffnungsfeiern etwa für Olympische Spiele organisieren kann. Und diese Erfahrungen haben mich gelehrt, was möglich ist und wie man Tausende, Zehntausende Zuschauer auf einmal begeistern kann. Das tun zu können, finde ich großartig.

Von Heiko Randermann

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