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Stadt Hannover Am Wochenende werden die Stadtbahnen zersägt
Aus der Region Stadt Hannover Am Wochenende werden die Stadtbahnen zersägt
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00:46 09.06.2018
Die beiden zerstörten Stadtbahnen an der Wallensteinstraße sollen am Wochenende in mehrere Teile geschnitten und abtransportiert werden. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Die Üstra bereitet sich auf eine ihrer kompliziertesten Bergungsaktionen vor. An diesem Wochenende sollen endlich die beiden Anfang Mai zerstörten Stadtbahnen an der Haltestelle Wallensteinstraße geborgen und abtransportiert werden. Dafür werden die Züge in mehrere Teile zerteilt und anschließend auf Lkw verladen. „So etwas haben wir bislang noch nicht gemacht“, sagt Üstra-Sprecherin Katja Raddatz. Deshalb gebe es auch noch keine Erfahrungen darüber, wie lange und umständlich die Arbeiten sein werden. Die Verkehrsbetriebe gehen aber davon aus, dass mindestens eine Stadtbahn am Montag abtransportiert worden sein wird.

Für die schwierigen Arbeiten nutzt die Üstra das Zeitfenster einer ohnehin seit Längerem in Ricklingen geplanten Baustelle. Zwischen Henckelweg und Höpfnerstraße wird voraussichtlich bis Ende September an den Gleisen gearbeitet, an zwei Wochenenden können die Linien 3 und 7 daher nur bis zur Stadionbrücke fahren – die restliche Strecke nach Wettbergen wird mittels Schienenersatzverkehr überbrückt. Die erste Sperrung beginnt jetzt am Freitag um 21 Uhr und dauert bis zum Betriebsschluss am Sonntag. „Wir nutzen daher die Gunst der Stunde“, sagt Raddatz mit Blick auf den Abtransport der kaputten Stadtbahnen.

Die Züge waren am 8. Mai in der sogenannten Kehranlage hinter der Haltestelle Wallensteinstraße frontal zusammengestoßen. Eine Weiche war falsch gestellt, sodass eine mit Fahrgästen besetzte Bahn der Linie 3 aufs falsche Gleis geriet und mit einem Zug der Linie 17 kollidierte. 15 Personen wurden teils schwer verletzt, darunter die beiden Stadtbahnfahrerinnen im Alter von 32 und 46 Jahren. Warum die Weiche nicht richtig eingestellt war, ist weiterhin Bestandteil der Ermittlungen. Die beiden TW6000-Züge wurden so stark beschädigt, dass sie nicht mehr fahrbereit sind. Seit der Kollision verkehrt die Linie 17 nur zwischen Hauptbahnhof/ZOB und Stadionbrücke.

Mehrere Szenarien hatte die Üstra seit dem Zusammenstoß durchgespielt, um die beiden fahrunfähigen Stadtbahnen vom Rangiergleis zu bekommen. Viele waren jedoch zu zeit- oder kostenintensiv. Daher entschied man sich nun für das Zersägen der Bahnen vor Ort in transportfähige Segmente. „Wir hoffen, dass wir beide Züge am Wochenende wegbekommen“, sagt Raddatz. Zur Not bliebe die zweite Vollsperrung Ende Juli für die zweite Zerteilaktion. In jedem Fall soll die Linie 17 aber bereits ab Montag wieder wie gewohnt bis zur Wallensteinstraße fahren können.

Von Peer Hellerling

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